Jugendliche stellen Forderungen an Regierungen

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St. Gallen Der Altersdurchschnitt bei dieser Jugendession lag deutlich unter dem üblichen. Am Samstag hat im St. Galler Regierungsgebäude die 36. Jugendsession stattgefunden. Das Jugendparlament der Kantone St. Gallen und der beiden Appenzell hat mit Politikern und Experten über aktuelle politische Themen diskutiert. Die St. Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi betonte in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Engagements junger Menschen für die Politik.

In drei Workshops haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendsession konkrete Forderungen zuhanden der drei Kantonsregierungen ausgearbeitet. Die Themen der Workshops waren «Mobilität in der Stadt», «LGBTI» (homo-, bi-, trans- und intersexuell) und «Inklusion». Als Abschluss der Session wurde ein Plenum durchgeführt, in dem gemäss Mitteilung alle Forderungen angenommen wurden.

Barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Gebäuden

In Sachen Mobilität fordern die Jugendlichen unter anderem den Ausbau eines Netzes von Aufladestationen für E-Fahrzeuge sowie eine Ausweitung und klarere Beschilderung bestehender und neugeplanter Velowege. Der Workshop LGBTI hat drei Forderungen ausgearbeitet. Dazu gehört die Bereitstellung von Lehrmitteln, die sich mit sämtlichen sexuellen Orientierungen auseinandersetzen. Ausserdem soll die Thematik in die Ausbildung angehender Lehrpersonen einfliessen. Auch im Workshop Inklusion wurden drei Forderungen formuliert. Erstens sollen Primarschülerinnen und -schüler regelmässig gemeinsam mit Sonderschülerinnen und -schülern musizieren und gestalten können. Zweitens sollen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden mittels gesetzlicher Quote zur Einstellung von geistig und körperlich Behinderten verpflichtet werden. Und drittens sollen sich die Kantone für die Durchsetzung des barrierenfreien Zugangs zu öffentlichen Gebäuden starkmachen. (red)

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