Jugendliche bewiesen sich als Konstrukteure

Zehn Kinder und Jugendliche tüftelten, bohrten, hämmerten und sägten im Brütwerk. Ihr Ziel: Innert zwei Tagen eine eigene, fahrtüchtige Seifenkiste herstellen. Am Nachmittag starteten sie zum Seifen-Rallye, danach durfte jede und jeder mit einer Urkunde und einem Preis nach Hause gehen.

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BUCHS. Endspurt im Brütwerk. Noch ist nicht jede Schraube fest, die Bremsen müssen getestet, die Fan-Flaggen zugeschnitten und geheftet werden und schliesslich muss alles aufgeräumt werden. Es ist 14 Uhr, eine halbe Stunde vor dem Start des Seifenkisten-Rennens. Die Kinder und Jugendlichen im Brütwerk sind zwar noch nicht nervös, aber eine leichte Spannung macht sich breit. Gewinnen, ja klar, das möchte er, sagt der elfjährige Jonas Gyger aus Buchs. Mit neun anderen Kindern von 11 bis 14 Jahren baut er mit Hilfe von Ingeborg Hilty, Werklehrerin, Hansjakob Tinner, Schreiner, und Peter Eisenhut, Bauspengler, acht Seifenkisten. Fast jedes Kind baut also sein eigenes Gefährt, Geschwister teilen sich eines.

Die richtigen Materialien finden

Unter den jungen Handwerkern sind auch Mädchen. Isabel und Sarah Bocek aus Gams, 11 und 14 Jahre alt. Mehrmals im Jahr besuchen sie die Tüftlerwerkstatt im Brütwerk. Kleider haben sie bereits genäht und einen Spiegel gebastelt. Die Seifenkiste zu bauen, das fanden die beiden nicht so schwer.

«Die Schwierigkeit beim Seifenkisten-Bauen ist es, die richtigen Materialien zu finden», sagt Ingeborg Hilty. Einige Eltern waren dabei kreativ. Sie stellten ihren Kindern alte Anschnallgurte eines Autos oder Räder eines Sportkinderwagens zur Verfügung. Als Sitz diente den meisten Kindern die Sitz- und Rückenfläche von alten Schulzimmerstühlen.

Für jedes Kind ein Preis

Am meisten Wert wurde auf die Stabilität des Gefährts sowie auf die Steuerung und auf die Bremsen gelegt. «Die Steuerung und die Bremsen können die Kinder auch nach dem zweitägigen Kurs im Brütwerk nachbessern», so Hilty. Vor dem anschliessenden Rennen wurden die Seifenkisten getestet. «Bei den ganz schnellen Fahrzeugen gibt es anstatt ein Rennen einen Bremstest», so Hilty. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und einen Preis. Mit Heuballen wurde die Strecke abgesichert und das Tragen eines Helmes war obligatorisch. (ag)

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