Jubiläen und Begeisterung

Zur fabriggli-HV erschienen die Mitglieder zahlreich. Nachdem alle Traktanden einstimmig beschlossen wurden, gab es kulinarische und musikalische Genüsse.

Johanna Senn
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BUCHS. Süss, verführerisch, zart, überraschend… – wie ein gutes Stück Schokolade. Mit diesen Worten beschreibt die Präsidentin, Katharina Schertler, einen Besuch im fabriggli. Am Samstag, 29. März, trafen sich im Werdenberger Kleintheater die Menschen, welche diesen regionalen Kulturraum erst ermöglichen. An seiner 34. HV durfte der Verein auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken.

Ideelle Wertschätzung

Immer wieder dürfe mit Zufriedenheit festgestellt werden, dass von verschiedensten Seiten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine grosse ideelle Wertschätzung entgegengebracht werde. Betont Präsidentin Katharina Schertler in ihrem Jahresbericht.

Ihr Dank richtet sich auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des fabriggli-Teams: «Ich bin dankbar, dass wir qualifizierte Menschen mit den verschiedensten Interessen und Begabungen finden, die Lust haben, im fabriggli einen grossen Teil ihrer Freizeit zu verbringen und die ins Team passen.» Auch die Theaterleiterin Hedy Sutter liess in ihrem Bericht ein vergangenes Jahr mit einem vielseitigen Kulturprogramm Revue passieren. Jeder Punkt auf der Traktandenliste wurde einstimmig angenommen. Auch die Jahresrechnung 2013 und das Budget für 2014, die vom Revisorenbericht zur Zustimmung und Annahme empfohlen worden waren.

Unterstützung der Mitglieder

«Am 9. Februar 1980 wurde das Werdenberger Kleintheater fabriggli in Anwesenheit seines Göttis Emil Steinberger eröffnet», heisst es in der neuen Imagebroschüre des Kleintheaters. Bis heute blieb es erhalten und wird gestützt von vielen Leuten, welche auch im Hintergrund tatkräftig mitwirken und mit viel Begeisterung dieses Projekt vorantreiben. Dies ist nicht nur während der Veranstaltungen innerhalb des Jahres, sondern auch an der HV des Vereins spürbar. So durften zwei Mitglieder ihr 25-Jahr-Jubiläum im Kleintheater feiern. Aber auch einige 5-Jahr-Jubiläen sowie ein 15-Jähriges durften am vergangenen Samstag verzeichnet werden.

«Wer hier mittut, hat eine riesige Portion Idealismus und viel Lust, das fabriggli auf Kurs zu halten. Das fabriggli hat aber auch einiges zu bieten, ausser viel Lohn», meint Katharina Schertler in ihrem Jahresbericht. So werden die Teammitglieder als kleine Belohnung für die geleistete Arbeit jeweils zu einem Ausflug eingeladen.

Musikalischer Ausklang

Nach dem kulinarischen kam auch der musikalische Genuss nicht zu kurz. Die Gäste durften einem Konzert der Chantemoiselle Myria Poffet und Band lauschen. Mit Stücken wie «Es isch Früelig» verzauberte die Bernerin mit der warmen Stimme den ganzen Saal. Zum Thema der Geschlechterrollen und dem kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Mann und Frau meinte die ausgebildete Sängerin und Pianistin: «Ig ha hie mini eigeti Antwort – seg eds doch eifach nüt. (sic)».

Die Band bot nicht nur ruhige und süsse Töne. In rhythmischen Jazz-Stücken schienen die Musiker richtig auf- und mitzugehen. Mit Michel Poffet am Bass, dessen Finger flink die Saiten zupften, so dass er im einen oder anderen Stück frei improvisieren konnte. Und mit Willy Schneider am Klavier und David Elias am Schlagzeug sprang der Funke der Begeisterung schnell zu den Zuhörern über. Ein rundum gelungener Abend im fabriggli.

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