Josef Zinnbauer: «Ich habe in St. Gallen Feuer gefangen»

ST. GALLEN. Wenige Minuten nach seiner Präsentation als Trainer des FC St. Gallen stand Josef «Joe» Zinnbauer bereits mit seiner neuen Mannschaft auf dem Platz.

Patricia Loher
Merken
Drucken
Teilen

ST. GALLEN. Wenige Minuten nach seiner Präsentation als Trainer des FC St. Gallen stand Josef «Joe» Zinnbauer bereits mit seiner neuen Mannschaft auf dem Platz. Am Samstag im Cupspiel gegen Breitenrain aus der Promotion League wird der 45jährige Deutsche sein Début geben als Nachfolger von Jeff Saibene, der vor zwei Wochen zurückgetreten ist.

«Wir haben einen hervorragenden Mann gefunden», sagte Präsident Dölf Früh über Zinnbauer, der einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Der Bayer trainierte zuletzt das U23-Team des Hamburger SV in der Regionalliga.

In Norddeutschland besass Zinnbauer noch einen Vertrag bis Sommer 2016. Laut Sportchef Christian Stübi sind die finanziellen Rahmenbedingungen nicht gesprengt worden. Ob und wie viel Ablösesumme nach Hamburg geflossen ist, wollten die Clubs nicht bekanntgeben.

Peter Knäbel, Sportdirektor des Hamburger SV, bezeichnete Zinnbauer einst als Top-Ausbildner. Diese Stärke war laut Früh einer der Gründe, weshalb sich der FC St. Gallen unter 60 Bewerbern für Zinnbauer entschieden hat. Hinzu komme, dass der neue Trainer eine Persönlichkeit sei, so Früh. «Zinnbauer kann den Tarif durchgeben. Zudem ist er ehrgeizig.» Der Coach selbst sagte, nachdem er in der vergangenen Saison als Trainer des Hamburger SV freigestellt worden sei, habe er einige Anfragen abgelehnt. «Aber nach St. Gallen wollte ich kommen. Ich habe Feuer gefangen. Ich sehe die Möglichkeit, mit dem Club zu wachsen.»

Trotz seiner damaligen Freistellung wird ihm in Hamburg ein gutes Zeugnis ausgestellt. Es spreche für ihn, dass man zu ihm gehalten habe und er im Sommer gleich wieder zum U23-Trainer wurde. Gelobt werden seine Motivationskünste. ? THEMA 17+19