Jolanda Neff als Aushängeschild

Die Weltcuprennen in Cairns werfen ihre Schatten voraus. Im Nordosten Australiens fahren am 23. und 24. April die besten Mountainbiker um Punkte. Die Folge ist, dass die Weltelite einen Bogen um Buchs macht.

Robert Kucera
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Die Bike-Strecke hat sich bewährt und bleibt unverändert. (Bild: pd)

Die Bike-Strecke hat sich bewährt und bleibt unverändert. (Bild: pd)

MOUNTAINBIKE. Nichtsdestotrotz kann sich das Teilnehmerfeld in Buchs sehen lassen. Über 600 begeisterte Mountainbiker haben sich für den Swiss-Bike-Cup in Buchs bereits angemeldet – 700 werden letztlich erwartet. An der Quantität mangelt es dem Veranstalter nicht. Es ist mehr die Qualität, die Sorgen bereitet. Der bestklassierte UCI-Fahrer im Feld ist der Berner Lukas Flückiger (Platz 12), der auch die Favoritenrolle in der Kategorie Elite innehat. Bei den Frauen sieht es besser aus. Die Zehntplazierte des UCI-Klassements, die Deutsche Adelheid Morath, wird in Buchs an den Start gehen. Einsames Aushängeschild ist aber Jolanda Neff. Die Gesamtweltcupsiegerin von 2015 und klare Nummer eins der Schweizer Mountainbike-Szene bei den Frauen lässt sich den Start in Buchs nicht entgehen.

Eine klare Favoritin

Mit Jolanda Neff ist auch eine Titelverteidigerin am Start. Vor zwei Jahren, im Schneetreiben von Buchs, wurde sie zwar von einem Defekt und einem Sturz gebremst, aber nicht entscheidend gestoppt. Mit einem starken Finish sicherte sie sich 2014 den Sieg – ihr erster bei der Elite in einem Schweizer Rennen.

Nun geht Neff als «Grande Dame» des Schweizer Mountainbikes an den Start. Egal, an welchem Rennen die 23-Jährige teilnimmt – sie wird als grösste Favoritin genannt. Das ist hier in Buchs so, aber auch an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Das Publikum wird in Buchs also eine Fahrerin der Extraklasse live zu sehen bekommen. Vielleicht sogar die neue Olympiasiegerin. Wenig überraschend hat Neff das Auftaktrennen in Rivera für sich entschieden. Im Feld der Frauen sind die bereits erwähnte Adelheid Morath sowie die beiden Schweizerinnen Ramona Forchini und Katrin Leumann ihre grössten Konkurrentinnen. Mit von der Partie auch die beiden besten Juniorinnen vom Buchser Rennen 2014: Damals siegte Nicole Koller vor Sina Frei.

Offene Angelegenheit

Während es bei den Damen eine klare Favoritin gibt, ist das Elite-Rennen der Herren offen. Zwei Top-50-Fahrer des UCI, der Berner Lukas Flückiger und der Solothurner Reto Intergand, führen das Teilnehmerfeld an. Sie werden sich im Kampf ums Podest und um den Tagessieg einem dynamischen jungen Duo und einem alten Routinier stellen müssen. Dieses Trio ist nicht ohne und hat auf der Strecke in Buchs bereits seine Spuren hinterlassen: Lars Forster (Jahrgang 1993) aus Jona wurde vor zwei Jahren Zweiter, Andri Frischknecht (1994) Dritter. Nicht zu unterschätzen auch der Vierte von 2014, der Deutsche Wolfram Kurschat. Vor zwei Jahren war das Duo Forster/Frischknecht die grosse Überraschung von Buchs. Beide Mountainbiker sind nun noch erfahrener und reifer und sind in der Lage – anders als noch vor zwei Jahren – das Rennen auch dann zu prägen, wenn keine winterlichen Verhältnisse herrschen und die Favoriten reihenweise einbrechen. Lars Forster hat im ersten Swiss-Bike-Cup in Rivera Platz drei hinter Nino Schurter und Julien Absalon belegt.

Samstag, 16. April: 10.30 Uhr Kategorie Soft. – 11 Uhr Kategorie Cross. – 12.30 Uhr Kategorie Rock. – 13.30 Uhr Kategorie Mega. – 14.45 Uhr Kategorie Hard. – 16 Uhr Kategorie Fun Herren / Fun Masters. – 16.05 Uhr Kategorie Fun Senioren I / Senioren II. – 16.08 Uhr Kategorie Fun Frauen.

Sonntag, 17. April: 9.30 Uhr Kategorie UCI Junioren. – 9.35 Uhr Kategorie Amateure/Masters. – 12 Uhr Kategorie Frauen. – 12.05 Uhr Kategorie Juniorinnen. – 14 Uhr Kategorie Elite Herren. – 14.10 Uhr Kategorie U23 Herren.

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