Ja zum Wärmeverbund an speditiver Versammlung

Armando Bianco
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Wildhaus-Alt St. Johann Gesprächsstoff gibt es in der obersten Toggenburger Gemeinde derzeit reichlich, sei es die Abstimmung zum Jufa-Hotel, der Bergbahnen-Zwist oder die abgeschlossene gute Wintersaison. An der Bürgerversammlung am Mittwoch im Mehrzweckgebäude Chuchitobel hingegen blieben die Anwesenden eher wortkarg, sämtliche Geschäfte wurden einstimmig und ohne Diskussionen genehmigt.

Dass Gutachten und Antrag zur Erweiterung des Wärmeverbundes Richtung Lisighaus unbestritten sind, war nach dem ebenso unbestritten erteilten Projektierungskredit letzten Herbst zu erwarten. Die 166 Anwesenden stimmten der Vorlage und den damit verbundenen Kosten von 1.25 Millionen Franken ohne Gegenstimme zu. Im Bereich Lisighaus entlang der Hauptstrasse befinden sich mehrere Mehrfamilienhäuser, Gruppenhäuser, Hotels sowie die Schule, welche mit Wärme versorgt werden können. Das allgemeine Interesse am Wärmeverbund Wildhaus ist gross, das Feedback positiv, hiess es am Mittwoch. Die Erweiterung bzw. erste Teile davon sollen bis im Herbst ausgeführt werden.

Einstimmig angenommen wurde auch der Antrag des Gemeinderates zur Rechnung 2017 sowie zur Gewinnverwendung. Der Überschuss in der Höhe von 1.31 Mio Franken wird für allerlei Abschreibungen (725 688 Franken) und eine Einlage ins Eigenkapital (584 982 Franken) verwendet. Gemeindepräsident Rolf Züllig betonte die guten Finanzkennzahlen der Gemeinde und veranschaulichte die Entwicklung der letzten Jahre mit Grafiken. Der Steuerfuss wurde bekanntlich von 148 auf 138 Prozent gesenkt.

Steuerfuss sinkt auf 120 Prozent

In der Allgemeinen Umfrage distanzierte sich Charly Güntert von der Nein-Parolenfassung der freisinnigen Ortspartei zur Hotelvorlage am 15. April. Er habe vom auf Facebook kommunizierten Entscheid der FDP am Tag der Bürgerversammlung erfahren, weshalb er an der Versammlung am Mittwoch die Gelegenheit ergriff, sich davon zu distanzieren. In einem anderen Votum erkundigte sich Christian Ammann nach dem vorgesehenen Standort der Heizzentrale in Alt St. Johann, allerdings ist hier noch kein definitiver Entscheid gefallen.

Armando Bianco

armando.bianco@wundo.ch