IT-Mittelschule in Sargans

ST. GALLEN. Die IHK St. Gallen-Appenzell rennt mit ihrer Informatik-Offensive beim St. Galler Bildungsdepartement offene Türen ein: Dieses hat ein fertiges Konzept für Informatik-Mittelschulen in der Schublade – «für die Kantonsschule am Brühl in St.

Regula Weik
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ST. GALLEN. Die IHK St. Gallen-Appenzell rennt mit ihrer Informatik-Offensive beim St. Galler Bildungsdepartement offene Türen ein: Dieses hat ein fertiges Konzept für Informatik-Mittelschulen in der Schublade – «für die Kantonsschule am Brühl in St. Gallen, die Kantonsschule Sargans und die Berufsfachschule Rapperswil», wie Regierungsrat und Bildungschef Stefan Kölliker festhielt. Anfang nächsten Jahres werde die Vorlage dem Kantonsparlament zugeleitet, antwortete Kölliker auf die Frage von Moderator Jürg Ackermann, Mitglied der Tagblatt-Chefredaktion, wann er die «Informatik-Katze» aus dem Sack lasse. Die Kosten dafür mag der Bildungschef (noch) nicht nennen – nur so viel: «Wir müssen uns künftig Studiengänge auch dann leisten, wenn wir die Minimalzahl Studierender nicht von Beginn weg erreichen und sie nicht vom ersten Moment an kostendeckend sind. Das haben wir in der Vergangenheit verkannt.»

Jedes Unternehmen werde in Zukunft IT-Spezialisten brauchen, ist Daniel Senn, Entwicklungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung des Softwareunternehmens Abacus, überzeugt. Zahlreiche Prozesse und Arbeiten würden künftig Maschinen und nicht mehr Menschen ausführen – «wir brauchen aber Menschen, die diese Maschinen programmieren, aufbauen und warten können». Abacus rekrutiere seine Softwareentwickler heute im Umfeld von einer Stunde Autofahrt ab dem Firmensitz in Wittenbach – auch im grenznahen Ausland.