Interessante Einblicke in die KVA Buchs

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Die Besucher erfuhren viel Wissenswertes über die KVA. (Bild: PD)

Die Besucher erfuhren viel Wissenswertes über die KVA. (Bild: PD)

Buchs Letzte Woche besuchten neun Mitglieder von Pro Audito Sarganserland-Rheintal den VfA (Verein für Abfallentsorgung) in Buchs. Die Teilnehmer trafen sich bei schönem Wetter auf dem Kundenparkplatz. Hier wurde die Gruppe vom kompetenten Führer Rolf Bereiter in Empfang genommen. Er stellte sich anschliessend kurz vor und nannte einige Kennzahlen zur VfA. Danach wurden die Teilnehmer anhand eines Kurzfilms in die Materie eingeführt. Mit Helm und Hörset ausgestattet, ging es auf die rund eineinhalbstündige Führung.

Der Verein wurde im Jahr 1960 gegründet. Es sind 42 Gemeinden aus den Kantonen St. Gallen, beide Appenzell und dem Fürstentum Liechtenstein angeschlossen. In der KVA Buchs können Hauskehricht, Industrie- und weitere Abfälle verwertet werden. Die Anlage besteht aus drei Ofenlinien, welche gesamthaft mit 24 Tonnen pro Stunde bestückt werden können. Pro Tag sind das um die 550 Tonnen Abfall.

Die daraus gewonnene Verbrennungswärme wird für die ­Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt. Damit leistet die VfA einen wertvollen Beitrag zur Wiederverwertung des Energieinhalts von «Abfällen» und geht den Weg von der «Abfall­beseitigung» zur Abfallbewirtschaftung. Da die Öfen immer brennen, wird teils Kehricht in Ballen als Vorrat zurückbehalten, um Feiertage oder andere Aus­fälle an Anlieferungen zu überbrücken.

Ende 2015 bezogen in Buchs und Grabs 1027 Liegenschaften Wärme aus der KVA. Dazu kommt die grenzüberschreitende Dampflieferung. Im Jahr 2007 beschloss der Verein für Abfallentsorgung den Bau einer modernen Dampfleitung zur Versorgung der renommierten liechtensteinischen Betriebe Hilcona AG und Herbert Ospelt. Die Dampfenergie wird seit dem Juli 2009 von der KVA Buchs durch eine spezielle Rohrleitung sowie über eine moderne Rheinbrücke an­geliefert. Aufgrund dieser tech­nischen Lösung können mittlerweile zwölf Millionen Liter Heizöl jährlich durch CO2-neutrale Dampflieferungen ersetzt werden.

Nach einem herzlichen Danke­schön fuhr man zum Café Wanger in Buchs. Bei feinem Kaffee, Kuchen, gemütlichem Beisammensein und um eine Erfahrung reicher liess man den Nachmittag ausklingen. (pd)