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INTEGRATIONSPROJEKT: «Die Geflüchteten wollen sich mitteilen»

Wie wäre es, wenn geflüchtete Menschen mit eigenen Beiträgen in den Medien zu Wort kämen? Diese Frage beantwortet das Projekt #refujournalists, welches von Lokalzeitungen in der Region unterstützt wird.
Christopher Eggenberger
Die Werdenberger Mediengruppe des Projektes #refujournalists besteht unter anderem aus Menschen aus Sri Lanka, Afghanistan, Somalia und dem Jemen. (Bild: Jakob Gähwiler)

Die Werdenberger Mediengruppe des Projektes #refujournalists besteht unter anderem aus Menschen aus Sri Lanka, Afghanistan, Somalia und dem Jemen. (Bild: Jakob Gähwiler)

Christopher Eggenberger

redaktion@wundo.ch

Geflüchtete Menschen machen selber Medien: Das ist die Idee hinter dem Integrationsprojekt #refujournalists. Seit Frühling des vergangenen Jahres arbeiten drei Teams in den Regionen Rheintal, Liechtenstein und Werdenberg daran, die Idee konkret werden zu lassen. Die Mediengruppen bestehen aus Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und heute in der Schweiz oder in Liechtenstein leben. Einige von ihnen haben als Journalisten gearbeitet, doch viele haben keine Berufserfahrung in dem Metier. Deshalb werden sie von hiesigen Journalisten beraten und unterstützt. Eines haben jedoch alle Teilnehmer gemeinsam: «Den Projektteilnehmern ist es ein Anliegen, sich mitzuteilen. Sie begrüssen die Gelegenheit, sich äussern zu können, zu den Themen, die sie beschäftigen», sagt Christopher Eggenberger, der die Teams im Rheintal und im W&O-Gebiet coacht.

Das Projekt konnte bereits erste Erfolge feiern

Regelmässig treffen sich die Gruppen, um über mögliche Themen und Inhalte zu sprechen. Die Diskussionen an den Redaktionssitzungen sind intensiv. «Man lernt sich gegenseitig von einer sehr persönlichen Seite kennen und viele Dinge, die man hört, stimmen einen traurig», erklärt Eggenberger. Es gebe aber auch viel zu lachen und man spüre den Lebensmut dieser Menschen, die doch so viel durchgemacht haben.

Erste Erfolge gab es im vergangenen Jahr schon einige: So haben die Mediengruppen Rheintal und Liechtenstein bereits mehrere Zeitungsseiten veröffentlicht. Ein Highlight war der Besuch eines Fernsehteams, das für eine Nachrichtensendung einen Beitrag über das Projekt drehte. Doch eines ist den Projektinitianten am wichtigsten: «Wir haben bisher schon viel Zuspruch aus der Leserschaft erhalten. Das zeigt uns, dass wir etwas tun, das Wirkung hat», erklärt Jakob Gähwiler von der Stiftung Mintegra, die gemeinsam mit dem Verein St. Galler Rheintal das Projekt ins Leben gerufen hat.

Nicht Flüchtlinge, sondern Menschen

In der heutigen Ausgabe stellen sich die ersten vier Mitglieder der Mediengruppe kurz vor. Die übrigen Teilnehmerporträts erscheinen dann im weiteren Verlauf des Projektes. Ausserdem gibt es heute einen Text zu lesen, der die spezifischen Schwierigkeiten der Werdenberger Mediengruppe aufzeigt. Er ist im Rahmen einer Gruppenarbeit während einer der vergangenen Redaktionssitzungen entstanden. Ein Kernziel des Projektes ist die Vermenschlichung des Begriffs Flüchtling. Die Öffentlichkeit soll mehr darüber erfahren, was die geflüchteten Menschen im Alltag umtreibt, welche Pro-bleme sie haben, welche Fragen sie sich stellen. Eine zusätzliche Möglichkeit bildet die Homepage www.refujournalists.ch , wo es weiterführende Informationen und ergänzende Inhalte gibt.

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