Individuelle Förderung der Schüler

Die Schule Buchs setzt seit knapp eineinhalb Jahren auf die durchlässige Oberstufe. Dies ermöglicht, die Fähigkeiten der Jugendlichen noch gezielter zu fördern. Ein erstes Fazit fällt äusserst positiv aus.

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BUCHS. Die Schule Buchs setzt seit knapp eineinhalb Jahren auf die durchlässige Oberstufe. Je nach Leistungsstand werden die rund 300 Schülerinnen und Schüler in den beiden Fächern Mathematik und Englisch in verschiedenen Niveaugruppen unterrichtet. Dies ermöglicht, die Fähigkeiten der Jugendlichen noch gezielter zu fördern. Ein erstes Fazit fällt äusserst positiv aus, heisst es in einer Medienmitteilung der Schulleitung.

Das altbekannte Modell, die Oberstufenschülerinnen und -schüler komplett getrennt in der Sekundar- und Realschule zu unterrichten, gehört in Buchs seit dem Schuljahr 2012/13 der Vergangenheit an. Die Schulkommission entschied damals, auf das kooperative, durchlässige Oberstufenmodell zu wechseln.

Unterschiedliche Niveaus

Zwar werden auch mit dem neuen Modell die bisherigen Sekundar- und Real-Stammklassen beibehalten, doch werden die rund 300 Schülerinnen und Schüler in den Fächern Mathematik und Englisch in zwei sogenannten Niveaugruppen unterrichtet. Die eine findet im Rahmen der Realschule statt und entspricht den Grundanforderungen, die andere orientiert sich an den erhöhten Leistungen der Sekundarschule. Es sei also möglich, so die Schulleitung weiter, dass Jugendliche die Realschule und gleichzeitig in Englisch oder Mathematik das Sekundarschul-Niveau besuchen – oder eben umgekehrt. Diese Differenzierung bringt den klaren Vorteil, die individuellen Bedürfnisse der Lernenden gezielter zu berücksichtigen und zu fördern.

Probezeit abgeschafft

Die Einteilung in Stammklassen und Niveaugruppen zu Beginn der Oberstufenzeit sei keineswegs starr, ganz im Gegenteil. «Verbessern oder verschlechtern sich die Leistungen des Schülers deutlich, kann unkompliziert eine Niveaugruppen- oder Stammklassen-Umteilung vorgenommen werden», wird in der Mitteilung festgehalten. Dies findet üblicherweise per Semesterwechsel statt. «Wir haben durchwegs positive Erfahrungen gemacht», freut sich Schulpräsidentin Katrin Frick. «Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrpersonen schätzen die Flexibilität des neuen Systems.» Da im Gegensatz zum herkömmlichen System ein Wechsel auch während des Schuljahres möglich ist, wird auf eine zusätzliche Probezeit verzichtet.

Diese neu gewonnene Durchlässigkeit bezüglich der Einteilung Sek und Real sowie der Niveaugruppen wirke sich oftmals sehr positiv auf die Motivation wie auch auf die Lernfreude aus. Das entsprechende Leistungsniveau werde auch im Zeugnis vermerkt und könne sich durchaus förderlich bei der Lehrstellensuche auswirken.

Vorreiterrolle in Mathematik

Den Schulen des Kantons St. Gallen ist seit 2012 freigestellt, ob das traditionelle System weitergeführt oder auf das neue mit Niveaugruppen umgestellt wird. «In einem ersten Fazit können wir festhalten, dass die Schulkommission damals die richtige Entscheidung getroffen hat», betont Katrin Frick in der Mitteilung weiter. «Die durchlässige Oberstufe geniesst bereits nach eineinhalb Jahren eine sehr grosse Akzeptanz bei allen Beteiligten.» Dies kommt sicherlich nicht von ungefähr. Hat die Oberstufe Buchs in dieser Beziehung doch eine Vorreiterrolle eingenommen. (pd)

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