In Gams soll es weiterhin einen Tierarzt geben

Gestern luden die Gamser Ortsparteien zur Informationsveranstaltung «Behörden geben Auskunft» ein. Die Schule beschäftigt sich derzeit mit einem Förderkonzept für die Schüler, die Ortsgemeinde möchte dem neuen Tierarzt Bauland zur Verfügung stellen, und die Kirchgemeinden beschäftigen sich mit Sanierungen.

Alexandra Gächter
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GAMS. Anstatt in Form von Referaten stellten sich die Vertreter der Politischen Gemeinde (Fredy Schöb), der Schule (Daniela Eberle-Gassner), der Ortsgemeinde (Christian Kendlbacher) und der Katholischen (Matthias Wettstein) sowie der Evangelischen Kirchgemeinde (Esther Grässli) in Form einer Podiumsdiskussion den Fragen von Gemeinderat Simon Eggenberger. Der Anlass wurde dadurch sehr kurzweilig.

Obwohl die Gemeinde Gams wächst, sei die Schule noch nicht gefüllt. «Wir könnten noch 30 bis 50 Kinder mehr aufnehmen», sagte Schulratspräsidentin Daniela Eberle-Gassner. «Wir rechnen damit, dass die Zahlen in Zukunft noch mehr zurückgehen, wenn auch nur moderat.»

Auch starke Kinder fördern

«Momentan beschäftigt uns das Förderkonzept der Schule sehr», so Eberle-Gassner. «Wir wollen dabei die Zusammenarbeit mit Heilpädagogen und Lehrpersonen verstärken.» Das habe den Vorteil, dass das Schulkind nicht mehr so viele Lehrpersonen hat, auf die es sich einstellen muss. Auch sollen ausdrücklich nicht nur schwächere, sondern auch stärkere Kinder gefördert werden.

Die Ortsgemeinde sprach von einem zufriedenstellenden Ertrag des Alpsommers. Nur: «Die Älpler und Sennen waren dieses Jahr, nicht zuletzt wegen des vielen Regens, extrem gefordert», so Präsident Christian Kendlbacher. Zudem musste die Ortsgemeinde die Aufwände vorfinanzieren, weil Bund und Kanton ab diesem Jahr ihre Beiträge erst im Nachhinein zahlen würden.

Bauland für Tierarztpaar

Der Gamser Tierarzt Risch Daniel Cantieni gibt seine Praxis auf. «Die Nachfolgeregelung ist bereits geklärt», sagte Kendlbacher. «Da es in Gams viele Klein- und Grosstiere gibt, sind wir sehr daran interessiert, dass es in Gams weiterhin einen Tierarzt gibt. Wir möchten deshalb im Felsbachriet dem neuen Tierarztpaar Bauland zur Verfügung stellen.» Das Gesuch dafür werde nächstes Jahr den Bürgern vorgelegt.

Von der drohenden Auszonung sei auch die Ortsgemeinde betroffen. «Wir sind unter Druck und möchten deshalb bald vier Parzellen erschliessen. Im schlimmsten Fall könnten wir sonst gegen zwei Millionen Franken verlieren», so Christian Kendlbacher.

Matthias Wettstein, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde, berichtete, dass die Kirchgemeinde nach einer günstigeren Lösung für die Sanierung des neuen Pfarrhauses suche. Ungefähr 0,5 Prozent der Kirchbürger seien im vergangenen Jahr aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Bei der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams betrugen die Austritte ein Prozent, wie Esther Grässli, Vertreterin der Kirchenvorsteherschaft mitteilte. Das stünde im Zusammenhang mit der Steuererhöhung für das neue Kirchgemeindehaus, welches gebaut wird.