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In eine Welt ohne Worte eingetaucht

Das Werdenberger Kleintheater fabriggli lud am Mittwochnachmittag Kinder von 6 bis 12 Jahren zu einem Pantomime-Workshop ein. Der Kursleiter war kein Geringerer als der spanische Pantomime-Meister Carlos Martinez. Er begeisterte die Kinder und riss sie mit in seine Welt.
Alexandra Gächter
Carlos Martinez, Pantomime-Meister aus Spanien.

Carlos Martinez, Pantomime-Meister aus Spanien.

BUCHS. Etwa 20 Kinder der ersten Altersgruppe, 9 bis 12 Jahre, begrüsste Carlos Martinez um 14 Uhr im Foyer des Kleintheaters fabriggli. Er hat seinen Dolmetscher mitgebracht, denn Martinez spricht Spanisch und Englisch, aber kein Schweizerdeutsch. «Aber eigentlich», so sagt Martinez, «spielt das gar keine Rolle. Denn Pantomimisch versteht man in jedem Land.» Egal wo er auf der Welt sei, sein Bühnenprogramm werde immer verstanden. Pantomimisch sei sozusagen eine universelle Sprache.

Eine Küche, die nicht da ist

«Stellt euch nun vor, ihr steht in einer Küche», fuhr Martinez fort, «ich möchte, dass ihr etwas kocht.» Utensilien dafür gab es nicht. «Das Geheimnis liegt darin, dass ihr euch alles vorstellt. Die imaginäre Küche seht ihr vor euch.»

Als nächstes übten die Kinder, eine unsichtbare Wand abzutasten. «Das ist die berühmte Pantomime-Wand.» Der Trick vom Meister: «Die Hände und Füsse bewegen sich dabei nicht gleichzeitig.» Das gleiche Prinzip gelte, wenn man entlang imaginärer Mauern, Tischplatten und Absperrgitter laufe oder auf Leitern steige. Kaum erklärt, hörte man unter den Kindern das Gemurmel «Fuss–Hand–Hand–Fuss».

Die Kinder angesteckt

Die Freude, welche Carlos Martinez über die Pantomime verbreitete, steckte die Kinder an. Eifrig imitierten sie den spanischen Künstler, wieselten über die Pantomime-Bühne und lachten über sich und das eben Dargestellte. Eben noch in einer Küche, wähnten sich die Kinder bald in einer Konditorei, bald am Töggelikasten, um dann wieder zurück in die Realität geholt zu werden.

Zum Abschluss lernten die Kinder, ohne Worte die Ausdrücke «glücklich», «traurig», «ängstlich» und «wütend» darzustellen. Mit diesen Gefühlen durften sie danach in eine imaginäre Dusche einsteigen. «Aber reisst den imaginären Duschknopf nicht raus, wenn ihr wütend seid», schloss Martinez den Kurs.

Cecilia Weidmann, Buchs; Vellory Feger, Triesen; Hanna Covic, Buchs, und Mauro Secli, Buchs (von links) sagen «Ich bin glücklich, traurig, ängstlich und wütend» in «Pantomimisch». (Bilder: Alexandra Gächter)

Cecilia Weidmann, Buchs; Vellory Feger, Triesen; Hanna Covic, Buchs, und Mauro Secli, Buchs (von links) sagen «Ich bin glücklich, traurig, ängstlich und wütend» in «Pantomimisch». (Bilder: Alexandra Gächter)

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