«In drei Jahren viel erreicht»

Präsident Diego Forrer leitete letztmals die Delegiertenversammlung des Zweckverbands Musikschule Werdenberg. Seine Amtsdauer läuft Ende Jahr aus.

Adi Lippuner
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Florian Heeb, Leiter Musikschule Werdenberg, Diego Forrer, Präsident des Zweckverbandes Musikschule, und Dennis Mungo, designierter Leiter der Musikschule. (Bild: Adi Lippuner)

Florian Heeb, Leiter Musikschule Werdenberg, Diego Forrer, Präsident des Zweckverbandes Musikschule, und Dennis Mungo, designierter Leiter der Musikschule. (Bild: Adi Lippuner)

BUCHS. Im Juni 2013 wurde – als Nachfolgeorganisation des Vereins – der Zweckverband Musikschule Werdenberg gegründet. Nach drei Amtsjahren läuft für Präsident Diego Forrer das Engagement an der Spitze ab. Er blickte am Donnerstagabend auf die vergangene Jahre zurück. «Es wurde viel erreicht und ich bin überzeugt, dass es auch nach meinem Rücktritt gut weitergehen wird.» Eine Änderung wird es auch bei der Leitung geben: Florian Heeb erreicht im August das Pensionsalter, sein Nachfolger, Dennis Mungo, ist dabei, sich mit den Aufgaben vertraut zu machen.

Eingestimmt wurden die Delegierten vom Streicherensemble der Musikschule. Zudem bestand im Anschluss an den offiziellen Teil Gelegenheit, einige Räume am neuen Standort der Musikschule Werdenberg, in den Räumen des alten Rathauses und Gerichtsgebäudes, zu besichtigen. Dabei ging es vor allem um den Dachstock, der eventuell ausgebaut werden könnte. Allerdings für einen Raum von 55 Quadratmetern mit nicht unerheblichen Kosten, wie Diego Forrer betonte. «Deshalb sind auch ganz genaue Abklärungen nötig.»

Hohe Umzugskosten

Von den Verbandsgemeinden haben Buchs und Grabs je drei und Gams, Sennwald und Sevelen je zwei Delegierte, welche an der Versammlung des Zweckverbands teilnehmen. Insgesamt leisten die Steuerzahler der Verbandsgemeinden jährlich zwei Millionen Franken Beiträge an den Zweckverband. Im Berichtsjahr wurde, wegen der hohen Umzugs- und Einrichtungskosten von gut 87 000 Franken, ein Verlust von knapp 39 000 Franken verbucht. Damit reduziert sich das Eigenkapital auf knapp 1,2 Millionen Franken.

Für das laufende Jahr wird mit einem Verlust von 11 000 Franken gerechnet und dies bei jährlichen Aufwendungen und Erträgen in der Höhe von gegen drei Millionen Franken. «Die Tarife können gleich belassen werden, wie bisher», so Diego Forrer. «Dies ist, mit Blick auf das Vermögen, welches innerhalb der nächsten Jahre kontinuierlich reduziert wird, vertretbar.»

Weniger Musikschüler

Spürbar war auch, dass bei den Schülerzahlen ein leichter Rückgang zu verzeichnen war, 1757 Musikschülerinnen und Musikschüler (im Vorjahr 1800) wurden von 60 Lehrpersonen betreut. Die Lehrerschaft engagiere sich nicht nur beim Unterricht, «vor zwei Jahren wurde ein Schulentwicklungsprozess in Gang gebracht, der auch erste Früchte trägt», betonte der Präsident.

Innovative Institution

Florian Heeb legte in seinem Jahresbericht Rechenschaft über das vergangene Schuljahr ab. Der Umzug an den neuen Standort, das besondere Ambiente im alten Rathaus und der Einsatz aller Lehrpersonen und Mitarbeitenden standen im Mittelpunkt. Dank der eingeleiteten Prozesse solle die Musikschule weiterhin eine innovative und den Zielen entsprechende Institution bleiben.