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In die Mittelalter-Welt eingetaucht

Am vergangenen Samstag war auf dem Schlosshof Werdenberg ein fröhliches, emsiges Markttreiben. Ein Anlass, der im besonderen viele Familien mit Kindern jedes Alters gefiel. Dabei erfuhren sie etliches über unsere Vorfahren.
Heidy Beyeler
Kunterbunter Mittelaltertag auf Schloss Werdenberg: Fidel und Drehleiher faszinieren vor allem junge Leute – auch der Klänge wegen. (Bilder: Heidy Beyeler)

Kunterbunter Mittelaltertag auf Schloss Werdenberg: Fidel und Drehleiher faszinieren vor allem junge Leute – auch der Klänge wegen. (Bilder: Heidy Beyeler)

WERDENBERG. Schon am Vormittag strömten Besucher in Scharen den Hügel hinauf zum Schloss. Das Programm, das für diesen besonderen Anlass ausgewählt und kreiert wurde, war vielversprechend. Ein toller Querschnitt, der durch die Geschichten von drei Epochen des Mittelalters führte: Frühmittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter wurden den neugierigen Gästen präsentiert.

1000 Jahre Geschichte

Die Alamannen waren es, welche die romanische Sprache durch das Deutsch verdrängten, bzw. ablösten. Das war bereits im Frühmittelalter (in den Jahren 500 bis 800). Mehrheitlich waren die Alamannen damals – 500 Jahre nach Christus – noch nicht christianisiert. Sie glaubten einst an die germanischen Götter wie Thor, Odin und Freya. Im Schlosshof waren die Alamannen von Mäder – unweit vom Schloss Werdenberg entfernt – anzutreffen.

Ab den Jahren 800 bis 1250 kam die Zeit der Ritter. Das war in der Zeit, als das Schloss Werdenberg (1230) gebaut wurde. Über diese Zeit und das Leben der Ameninger und der im Werdenberg ansässigen Montforter erfuhren Interessierte in einem Zelt auf dem Schlosshof und im Turmkeller. In der Folge hinterliessen die Burgunderkiege im Spätmittelalter (1205 bis 1500) – also in jener Zeit, als die Eidgenossen (1291) Geschichte schrieben – Spuren.

Unermessliches Programm

Im und ums Schloss sowie im Schlosshof war den ganzen Tag etwas los. Zu jeder halben Stunde kündete This Isler – im Amt als Herold – extra interessante Attraktionen aus. Zum Beispiel wenn Märchen von schüchternen Schlossfräuleins und tapferen Rittern erzählt wurden, eine mittelalterliche Modenschau präsentiert oder über damalige Waffen berichtet wurde oder wenn Lucien Nigg vom Greifvogelpark über den Einsatz von Adler, Falk und Uhu im Mittelalter redete oder Musik und Gesang – begleitet auf mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier, Fidel oder Schalmei – dargeboten wurden. Auf dem Markt im Schlosshof herrschte friedliche, gute Stimmung ohne Hast. So wie das wohl früher war, als man die seltene Gelegenheit hatte, auf dem Markt sich zu treffen, auszutauschen, zu vergnügen und da und dort einen Tauschhandel zu tätigen. So zumindest konnte man sich das am Samstag vorstellen.

Herold This Isler machte jede halbe Stunde eine Programmansage.

Herold This Isler machte jede halbe Stunde eine Programmansage.

Die Mühlbach Bäckerei bot auch altherkömmliches Roggenbrot – ohne Salz und künstliche Zusatzstoffe.

Die Mühlbach Bäckerei bot auch altherkömmliches Roggenbrot – ohne Salz und künstliche Zusatzstoffe.

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