In der Kooperation liegt noch viel Potenzial

SCHAAN. Am Mittwoch fand die Fachtagung Schulsozialarbeit Ost der Kooperation Schulsozialarbeit Graubünden, Fürstentum Liechtenstein, St. Gallen und Thurgau statt. Georges T.

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SCHAAN. Am Mittwoch fand die Fachtagung Schulsozialarbeit Ost der Kooperation Schulsozialarbeit Graubünden, Fürstentum Liechtenstein, St. Gallen und Thurgau statt. Georges T. Roos vom Büro für kulturelle Innovation skizzierte eine beschleunigte und technologisierte Zukunft, die Skills wie etwa kritisches Denken, Empathie und die Fähigkeit, vertrauensvolle Beziehungen zu pflegen – das eigentlich menschliche – von den Kindern und Jugendlichen erfordern. Kurt Möller von der Hochschule Esslingen erklärte den Lebensbewältigungsansatz, der beinhaltet, dass in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein Augenmerk auf der Gestaltung eines sinnhaften und selbstverwirklichten Lebens liegen soll.

Zum Nachdenken angeregt

Florian Baier von der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigte schliesslich auf, dass Schulsozialarbeit sehr wohl Bildungsarbeit ist, die sich in den Menschenrechten begründet, darin aber ihren Menschenrechtsansatz nicht verlieren darf. Damit die Akteure aus der Bildung und der Schulsozialarbeit Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich begleiten können, brauchen sie ein gemeinsames Bildungsverständnis. Bildung findet nicht nur in der Schule statt, sondern informell und non-formal auch im öffentlichen Raum, in der Familie und in der Freizeit. Die Arbeit an einem gemeinsamen Bildungsverständnis erfordert die Akzeptanz und Kooperation der verschiedenen Akteure in der Bildung. Hier liegt Potenzial, um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden.

Ein kreatives Fazit

Ludwig Hasler, Philosoph und Publizist, brachte die Themen auf den Punkt. Kinder und Jugendliche definieren sich selbst und entwickeln sich nach ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen. Dazu brauchen sie attraktive Vorbilder, die sie ermutigen, ihr eigenes Leben zu gestalten. Er appelliert an alle Erwachsenen, gegenüber Kindern und Jugendlichen authentisch zu sein, zu lachen, Fehler zu machen, neugierig zu sein, sinnbildlich farbig angezogen zu sein, aber auch über die nötige Ernsthaftigkeit zu verfügen. (pd)