Imposante Baustellenbesichtigung

Die FDP Sevelen lud zu einer Besichtigung der sich im Bau befindenden Taminabrücke nach Pfäfers ein. Als Vertreter des Präsidenten konnte Kurt Bodenmann eine stattliche Zahl Mitglieder und Gäste begrüssen.

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Fritz Striebel erläutert die Arbeitsweise am Brückenprojekt. (Bild: pd)

Fritz Striebel erläutert die Arbeitsweise am Brückenprojekt. (Bild: pd)

SEVELEN. Im Informationszentrum erläuterte Ferdinand Riederer, Gemeindepräsident von Pfäfers und langjähriger Kantonsrat, die Projektvorbereitung und die politische Arbeit bis zum Baubeschluss. Heute sind die Klinik – eines der führenden Rehabilitationszentren der Schweiz – und das Dorf Valens durch eine Gemeindestrasse erschlossen, die durch ein aktives Rutschgebiet führt. Der betriebliche und bauliche Unterhalt der Strasse ist entsprechend kostspielig. Erste Ideen zum Bau einer Brücke, mit der das Rutschgebiet umfahren und die hohen Unterhaltskosten für die Valenserstrasse entfallen würden, liegen daher mehr als 20 Jahre zurück. Nach mehreren Rückschlägen haben die Gemeinden Pfäfers und Bad Ragaz im Jahr 2005 entschieden, verschiedene Lösungen zur Behebung des Problems zu durchleuchten. Schnell war klar, dass eine sichere und unterhaltsarme Erschliessung von Valens nur mit einer Brücke erreicht werden kann.

Sachkenntnis und Politik

Aus dem vom kantonalen Tiefbauamt ausgeschriebenen Projektwettbewerb wurde im Jahr 2008 das Projekt Taminabogen von Leonhardt, Andrä und Partner aus Stuttgart zum Sieger gekürt. Das 56-Millionen-Franken-Projekt (inklusive 1,8 Kilometern neue Zufahrtsstrasse) wurde vom Kantonsrat im Jahr 2011 genehmigt. Im Herbst 2012 konnte mit den Vorarbeiten und im Frühjahr 2013 mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Die Umfahrung soll im Frühjahr/Sommer 2017 in Betrieb genommen werden.

Die anschaulichen Ausführungen zeigten, dass ein solches Projekt nur nach fachlich und politisch breit abgestützten Vorarbeiten erfolgreich umgesetzt werden kann. Dazu notwendig sind Personen, die über Sachkenntnis und politisches Gespür verfügen, sich durch Beharrlichkeit auszeichnen und persönliches Engagement einbringen.

Eine der grössten Bogenbrücken

Auf der Baustelle erläuterte Fritz Striebel, verantwortlicher Projektleiter für die Brücke, was die Taminabrücke auszeichnet und wie sie gebaut wird. Mit 265 Meter Spannweite gehört sie zu den grössten Bogenbrücken Europas. Sie verbindet in rund 200 Meter Höhe die steilen Felswände der Taminaschlucht und ist behutsam ins Gelände eingepasst. Ihre Stützen neigen sich gegen den Hang und wirken damit elegant und natürlich. Die Bauarbeiten finden teilweise in schwindelerregender Höhe statt und verlangen entsprechend qualifiziertes Personal. Die auch für Laien gut verständlichen Informationen und die überzeugende Beantwortung der Fragen machten deutlich, dass mit Fritz Striebel ein Projektleiter mit fundierten Fachkenntnissen, vielseitiger Erfahrung und grossem persönlichem Einsatz eingesetzt wurde. Der anschliessende Apéro gab Gelegenheit zu vertieften Diskussionen über das eindrückliche und anspruchsvolle Bauwerk, aber auch über die notwendige politische Arbeit bis zur Realisierung solcher Grossprojekte sowie weitere Themen. (pd)