Im Restaurant auf das Personal eingestochen

Drucken
Teilen

Rapperswil In einem Restaurant wurden am späten Samstagabend Mitarbeiter bei einer tätlichen Auseinandersetzung durch Stiche verletzt. Die Polizei nahm einen Schweizer und seine slowakische Ehefrau fest.

Drei Angestellte trugen Schnittverletzungen davon und mussten ins Spital gebracht werden. Ein 44-jähriger wurde schwer, ein 40-jähriger mittelschwer und ein 53-jähriger Angestellter leicht verletzt, teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit. Zusätzliche Personen im Restaurant oder Gäste seien nicht verletzt ­worden, sagte die Polizei gestern.

Beim Lokal handelt es sich um das Restaurant La Scala in der Rapperswiler Altstadt. Die Polizei hat noch in der Nacht auf Sonntag ein Ehepaar festgenommen, das danach befragt wurde.Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gehe man davon aus, dass Opfer und Täterschaft sich gekannt haben, sagte Polizeisprecher Markus Rutz gestern auf Anfrage. Dem Vorfall liege vermutlich ein persönlicher Zwist zugrunde. Begonnen habe der Streit draussen auf der Terrasse und zu einem Zeitpunkt, als das Lokal gut besucht war. Wo genau es schliesslich zu den Stichverletzungen kam, klärt die Polizei derzeit ab.

Alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss

Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um einen 33-jährigen Schweizer und seine 26-jährige slowakische Ehefrau. Das Paar, das kurz nach dem Vorfall festgenommen wurde, ist laut Angaben der Polizei in Rapperswil wohnhaft. Ob das Paar geständig ist, dazu machte die Polizei gestern noch keine Angaben. Geprüft wird auch, ob bei den Tatverdächtigen der Alkohol im Spiel war. Entsprechende Tests würden aktuell ausgewertet, so Rutz.

Der Inhaber des Lokals sagte gestern Nachmittag auf Anfrage, betroffene Personen seien stark alkoholisiert gewesen oder hätten seinem Eindruck nach sogar unter Drogen gestanden. Auch er selber habe Stichverletzungen im Hüftbereich davongetragen. Der Restaurant-Inhaber wollte zur Eskalation keine weiteren Details nennen.

Suche nach Tatwaffe läuft

Die Polizei suchte gestern noch immer nach der Tatwaffe. Ob es sich um ein Messer handle, wollte der Polizeisprecher nicht bestätigen – er teilte lediglich mit, dass die Verletzten Stichwunden aufwiesen. «Diese könnten aber auch von einer Schere, einem Cutter oder einem spitzen Gegenstand stammen», sagte Markus Rutz. (rkr)