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Im Rehag soll es eine Deponie geben

Am Blattenberg, nahe dem Hirschensprung, hat man einst Pflastersteine und Hartschotter abgebaut. Die Robert König AG möchte das Areal als Deponie nutzen.
Max Tinner
In dieser Felswand am Blattenberg wurde einst Kalkstein abgebaut. Hier möchte die Robert König AG das Lockermaterial abbauen und danach eine Deponie für sauberen Aushub und Bauschutt einrichten. (Bild: Max Tinner)

In dieser Felswand am Blattenberg wurde einst Kalkstein abgebaut. Hier möchte die Robert König AG das Lockermaterial abbauen und danach eine Deponie für sauberen Aushub und Bauschutt einrichten. (Bild: Max Tinner)

Die Robert König AG ist die Betreiberin der Deponie Unterkobel bei Oberriet. Seit den 1990er-Jahren wird hier sauberer Aushub und Bauschutt, hauptsächlich von Baustellen im Rheintal, abgelagert. Viel Platz hat es allerdings nicht mehr – in etwa fünf Jahren wird die Deponie voll sein; dann wird die Betreibergesellschaft nur noch geringe Mengen für die abschliessende Geländemodellierung annehmen können.

Ohne neue Deponien wird aber das Rheintaler Baugewerbe ein Problem haben. Beim Kanton sei man darum froh um Vorschläge für neue Deponiestandorte, sagt Tensing Gammeter, der im kantonalen Amt für Umwelt und Energie für die Deponieplanung zuständig ist.

Eine Möglichkeit für eine vergleichbar grosse Deponie wird sich in der engeren Region wohl nicht finden. Man setzt darum auf kleinere Deponien. Eine wurde dieses Jahr an der Strasse von Rüthi nach Lienz bereits in Betrieb genommen; für eine weitere im Felbenmadbüchel nahe der ehemaligen Fischfarm bei Oberriet ist das Bewilligungsverfahren ebenfalls schon weit fortgeschritten.

Als weiteren Standort schlägt die Robert König AG selbst einen Teil des Areals ihres früheren Hartschotterwerks am Blattenberg zwischen den Weilern Moos und Rehag vor. Derzeit liegt der Antrag auf Festsetzung des Areals als Deponiestandort beim Kanton.

Vom einstigen Steinbruch ist nur noch wenig zu sehen

Ab 1915 hat die Firma Orsingher und Jung hier aus der Felswand oben am Blattenberg Schotter und Pflastersteine abgebaut. 1926 hat die Nachfolgefirma Morant und König den Steinbruch im Rehag übernommen; sie wechselte dann aber 1930 in jenen Steinbruch einige hundert Meter weiter, der heute als Deponie Unterkobel wieder aufgefüllt wird. Aus dieser Firma ging die Robert König AG hervor. Heute ist vom einstigen Steinbruch im Rehag kaum mehr etwas zu erkennen. Der Hang ist von der Ebene bis zur einstigen Abbaustelle hinauf mit Wald zugewachsen. Einzig der Silo ist von der Strasse aus noch zu sehen.

Eine Deponie auf diesem Areal am Hang ist nur schwer vorstellbar. Tatsächlich würde zuerst Lockermaterial abgetragen, erklärt Peter Dietsch, der Geschäftsführer der Robert König AG. Das Kies würde für Bauprojekte genutzt, die Erde für Bodenverbesserungen. Danach hätte es Platz für 100 000 bis 150 000 m3 sauberen Aushub und Bauschutt. Das ist kaum ein Zehntel des Volumens, das während der letzten 25 Jahre in der Deponie Unterkobel abgelagert wurde.

Aufnahme in Richtplan ist möglich

Allerdings gehört der Blattenberg mit dem Hirschensprung zum BLN-Gebiet Säntis (BLN steht für Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung). Ausserdem verläuft dem Blattenberg entlang ein Wildwechsel. Darum müssen die Planer der Robert König AG den zuständigen Ämtern beim Kanton und beim Bund aufzeigen, wie sich die Deponie einrichten und betreiben lässt, ohne die Landschaft und die Tierwelt übermässig zu beeinträchtigen. Gelingt dies, ist die Aufnahme des ehemaligen Hartschotterwerk-Areals im Richtplan als Deponiestandort innert drei bis fünf Jahren möglich, meint Tensing Gammeter, der Zuständige beim kantonalen Amt.

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