«Im Dreck graben»

Wir von hier

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Der zweifache Familienvater Philip Herrmann ist Bereichsleiter Hotellerie in einer Reha-Klinik. Gerne würde er sich für einen Tag in einen mega Bagger setzen. Andrea Müntener hat sich mit dem 39-jährigen Wildhauser zu einem Altmaa Bitter verabredet.

Grüazi Herr Herrmann, wie geht es Ihnen?

Mir geht es sehr gut. Ich und mein Wiiber-Haushalt sind gesund und munter. Wiiber-Haushalt, das sind meine Frau und meine beiden kleinen Töchter.

Wie lange wohnen Sie schon im Toggenburg?

Aufgewachsen bin ich in Unterwasser. Bedingt durch meine Jobs zog es mich nach der Ausbildung Richtung St. Gallen und Zürich. Immer wieder kehrte ich gerne ins Toggenburg zurück. Für mehrere Jahre habe ich gar auf dem höchsten Punkt der Gemeinde Wildhaus gearbeitet. Ich war Gastronomieleiter auf dem Säntis. Mittlerweile wohne ich in Wildhaus.

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Anfang des Jahres habe ich einen neuen, sehr interessanten Job angenommen. Daher bin ich recht eingespannt zurzeit. Der neue Job ist sehr herausfordernd, im positiven Sinne. Er bereitet mir viel Freude. Der Wiiber-Haushalt bleibt daher unter der Woche etwas auf der Strecke. Momentan beschränkt sich die Familienzeit sehr aufs Wochenende. Dafür geniessen wir diese Tage doppelt.

Ihr Traumberuf als Kind?

Bauer! Obwohl ich nicht auf einem Bauernhof gross geworden bin, zog es mich auf dem Bauernhof der Grosseltern immer wieder zu den Tieren hin. Die Maschinerie des Hofes in­teressierte mich damals absolut nicht, nur die Tiere. Da ich einen kreativen Beruf erlernen wollte, entschied ich mich als Einstieg in die Berufswelt für eine Lehre als Koch.

In welchem Beruf möchten Sie für einen Tag stecken?

Oh, schwierig, da muss ich überlegen ... Baggerfahrer! Das ist ganz anders als mein Alltag. Am Morgen anstatt in Hemd und Tschope in Überhosen und schwere, mit Dreck verklebte Schuhe schlüpfen und einen monströsen Bagger besteigen. Den ganzen Tag eine Schaufel Dreck nach der andern hin und her und auf und ab baggern. Abends befriedigt den grossen Lastwagen, befüllt mit dem Dreck, bestaunen. Ja, das würde ich wirkliche gerne einmal machen.