Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«IG ohne Spiesse» will Behinderungen abbauen

Thomas Schwizer

Region Seit Anfang 2017 sind grenzüberschreitende gewerb­liche und Dienstleistungen im Raum Werdenberg-Liechten­stein mit «gleich langen Spiessen» geregelt (der W&O berichtete). Allerdings behindert dies Unternehmen beidseits des Rheins, die auf der nun geltenden gesetzlichen Basis für die Verrichtung von Arbeiten im anderen Land zusätzliche administrative Hürden meistern müssen.

Deshalb hat sich unter der ­Bezeichnung «IG ohne Spiesse» eine Interessengemeinschaft gebildet. Ihr Ziel sind offene Grenzen für beide Seiten bei der Ausführung von Arbeiten, insbesondere indem jeweils beidseits eine Schlechterstellung zu den ­inländischen Unternehmen vermieden wird. Die IG wird ge­bildet von verschiedenen Unternehmen, welche durch die Zulassungsbeschränkungen in der Arbeitsausführung «ennet der Landesgrenze» behindert werden, sowie von den Präsidenten der Gewerbevereine in der Region Werdenberg. Weitere Wirtschaftsvertreter, welche diese Ziele teilen, können ebenfalls Mitglied werden.

Heinrich Toldo von der Toldo-Gruppe in Sevelen sagt, dass man so erfahren könne, wie viele Unternehmen ebenfalls finden, dass «hier etwas getan werden muss». Im Kontakt mit Liechtensteiner Unternehmen habe sich gezeigt, dass auf beiden Seiten des Rheins die Meinung verbreitet sei, dass eine Rückkehr zu den früheren offenen Grenzen für den Gewerbe- und Dienstleistungsverkehr in der Region Werdenberg-Liechtenstein dringend erwünscht und nötig sei. Toldo ist überzeugt, dass von einem Tilgen der Behinderungen und der Förderung des freien Wettbewerbs im gemeinsamen Wirtschaftsraum beide Seiten profitieren. «Wir haben alle die gleichen Interessen», betont er.

Man wolle nicht gesetzliche Bestimmungen ändern, sondern die Umsetzung in der Praxis. In anderen grenzüberschreitenden Wirtschaftsräumen wie der ­Region Basel oder Graubünden-Liechtenstein sehe man, dass dies sinnvoll und zur beidseitigen Zufriedenheit funktioniere, stellt Toldo fest.

Deshalb möchte die «IG ohne Spiesse» eine Verwaltungsvereinbarung erreichen, die «eine nachhaltige Zusammenarbeit» ermöglicht. Der St. Galler Regierungsrat und Volkswirtschafts- direktor Bruno Damann erachtet einen gegenseitigen Verzicht auf Beschränkungen aufgrund der gesetzlichen Bundesregelungen als nicht möglich.3

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.