Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Ich wusste: Dreimal stürze ich nicht»

Nachgefragt

Letztes Wochenende ist der Ebnat-Kappler Snowboarder Jan Scherrer aus Korea zurückgekehrt. Nun geniesst er einige freie Tage. Er geht Snowboarden, aber nicht um zu trainieren, bevor er weiter an die US Open reist.

Jan Scherrer, wie fühlten Sie sich am Start?

Nervosität ist an jedem Wettkampf da. Während der Qualifikationsläufe war ich aber definitiv nervöser als sonst. Es wäre das Schlimmste in der Quali zu versagen, weil dann der Wettkampf zu Ende wäre, bevor er angefangen hat. Und erst die Finalläufe zählen und man hat die Chance auf eine Platzierung. An diesem Event hat allerdings das Umfeld perfekt gepasst. Jeder hatte genug Zeit für sich, um sich vorzubereiten. Deshalb war ich am Start ziemlich sicher, meine Leistung bringen zu können. Druck verspürte ich von aussen wenig und mit dem Druck, den ich mir selber machte, konnte ich gut umgehen.

Wie war die Stimmung?

Gigantisch. Der Event war unter den ersten, die ausverkauft waren. An Halfpipe-Events hat es bei weitem nicht immer so viele Zuschauer. Die Stimmung im Team war speziell, weil Iouri Podladtchikov und David Hablützel ziemlich schnell ausfielen. Mit Pat Burgener konnte ich aber zu einem richtigen Zweierteam zusammenwachsen und die Trainer und Betreuungspersonen hatten mehr Zeit für den einzelnen Sportler. Aber natürlich wäre es viel schöner gewesen, wenn vier gute Fahrer am Start gewesen wären.

Wurde der Druck im Final noch grösser?

Nein, der Druck fiel nach der Finalqualifikation von mir ab. Viele Erwartungen hatte ich damit bereits erfüllt. Doch meinen sechsten Platz aus der Qualifikation hätte ich auch im Final gerne gehalten. Zumal es im Training vor dem Final ausgezeichnet lief. Ich stand Tricks, die zuvor erst drei- oder viermal schaffte. Am Final wusste ich: Dreimal stürze ich nicht und es war deshalb einfach nur pure Freude. So viele Leute bringen so viele Emotionen mit – vom Servicemann, der das Bord holt bis zum «Highfive» mit den Trainern bevor der Run beginnt – da ist sehr viel Energie im Spiel.

Wie bist Du mit dem Resultat zufrieden?

Jan Scherrer: Diese Frage stelle ich mir seit Wettkampfende. Es könnte besser sein, aber es könnte definitiv auch viel schlechter sein. Ich bin unter den besten Zehn, schöner wären die top Acht oder ein Diplom gewesen. Hätte ich den dritten Run stehen können, wo mir die Tricks nochmals sauberer und höher gelangen, wäre ich noch zwei oder drei Plätze weiter vorne gewesen. Aber eigentlich bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.

Wie geht es nun weiter?

Ich bin am Freitag nach Hause gekommen und mache jetzt eine Woche Pause. Ich gehe aber trotzdem Snowboarden, zwar nicht zum Training, sondern einfach an den Berg. Anfang März werden wir in die USA nach Vail zu den US Open reisen. Deshalb beginne ich nach einer Woche wieder mit intensivem Training. Die US Open ist ein sehr wichtiger Event für Snowboarder. Danach freue ich mich auf einen langen Frühling. Da es in den Skigebieten noch viel Schnee hat, hoffe ich noch auf einige schöne Snowboardtage. Ein paar Tiefschneetage wären mein Traum. (kru)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.