«Ich habe Ja gesagt»

Wir von hier

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Vergangenes Wochenende, ein paar Monate vor ihrem 40. Geburtstag, hat Ramona Roduner-Wild aus Sennwald ihren Michael geheiratet. Andrea Müntener wohnte der kirchlichen Trauung der Anwaltsassistentin bei.

Frau Roduner, herzliche Gratulation! Wie geht’s Ihnen?

Frau Roduner, wirklich Roduner? Ich muss mich erst daran gewöhnen. Fast 40 Jahre habe ich auf den Namen Wild gehört, nun Roduner. Es geht mir unglaublich gut – wir sind wirklich verheiratet! Ich habe zwar eine sehr happige Woche hinter mir, Erkältung und letzte Vorbereitungen hielten mich ghörig auf Zack. Als ich vor der Trauung ganz alleine durch die Fenster des Jugendhüslis spienzelte, fiel jegliche Anspannung von mir ab. Ich war einfach nur glücklich.

Wie lange wohnen Sie schon im Werdenberg?

Rund 30 Jahre. Mit zehn Jahren zogen wir von Steinmaur ZH nach Frümsen, wo ich meine Jugend verbrachte. Seit gut drei Jahren wohne ich in Sennwald, bei meinem Mann. Mein Mann, gell das tönt schon gut?!

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Jetzt? Mit Apéro! Schauen Sie die vielen Leute hier! Die sind alle wegen uns gekommen! Ist das nicht lieb? Ich werde nun alle begrüssen und einfach nur meinen Hochzeitstag geniessen.

Waren Sie lange verlobt?

Meinen Sie damit, wann ich den mega romantischen, knienden Hochzeitsantrag, eingebettet in 1000 rote Rosen bekommen habe? Da muss ich Sie leider enttäuschen! Ehrlich, ganz unromantisch beschlossen wir zwei vor rund sieben Monaten, dass wir heute heiraten, basta. Letztendlich legte ich auch keinen grossen Wert auf einen kitschigen Antrag mit viel Brimborium. So wie es war, ist es gut. Für uns beide.

Was bedeutet die Hochzeit für Sie?

Wirklich viel! Klar weiss Michael, dass ich ihn unheimlich gerne habe und mit ihm alt werde. Unsere Hochzeit ist für mich auch ein gegenseitiger, öffentlicher Liebesbeweis. Was ich aber besonders schön finde, dass wir drei ab heute alle den gleichen Familiennamen tragen. Auch unser gemeinsamer dreijähriger Sohn Lukas hört fortan offiziell auf den Namen Roduner. Einziger Wermutstropfen ist, dass ich nicht mehr den gleichen Nachnamen wie Larissa, meine 21 jährige Tochter, haben werde. Sie ist ja schon gross und eigentlich erwachsen, gell? Aber sie wird halt doch immer mein Baby bleiben.

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