«Ich habe das nötige Rüstzeug»

Herausforderer Max Müller sieht sich aufgrund seiner Ausbildung und beruflichen Erfahrung für das Amt des Wartauer Gemeindepräsidenten gerüstet. Für ihn sei der Zeitpunkt für eine Kandidatur jetzt richtig – eine Kandidatur gegen Beat Tinner.

Thomas Schwizer
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Max Müller Herausforderer für das Gemeindepräsidium in Wartau (Bild: pd)

Max Müller Herausforderer für das Gemeindepräsidium in Wartau (Bild: pd)

WARTAU. «Ich habe während acht Jahren die Schulgemeinde geführt, und der Schulrat hat in dieser Zeit vieles aufgegleist und bereits realisiert», stellt Max Müller fest. Er habe bewiesen, dass er «zielführende Kooperationen eingehen, delegieren und mit anderen Personen zusammenarbeiten» könne, so Müller.

«Vieles aufs Gleis gebracht»

Konkret nennt er «die Einführung neuer Organisationsstrukturen in der Schule, die Umsetzung der professionellen Führung durch die Schulleitung, die Schulraumplanung. Zwei Schulhäuser konnten wir renovieren, ein neuzeitliches Schulzentrum in Azmoos kann den Bürgerinnen und Bürgern im Herbst zur Genehmigung unterbreitet werden und die Mehrzweckhalle (Turnhalle und Bühnenanbau) im Seidenbaum wird nächstes Jahr realisiert.» Der Schulrat habe in den letzten acht Jahren doch «vieles aufs Gleis gebracht», stellt Müller fest.

In Hinsicht auf die Schule erachtet es Max Müller als positiv, wenn neben der am 25. September zu wählenden Schulpräsidentin oder dem Schulpräsidenten «mit mir als Gemeindepräsident noch ein zweites Behördenmitglied im Gemeinderat der Einheitsgemeinde sitzt, der die Anliegen der Schule kennt».

«An falschen Orten gespart»

Dass die Gemeinde Wartau sparen müsse, sei ihm klar, sagt der Herausforderer. Man müsse sich allerdings bewusst sein, dass die Gemeinde Wartau wegen ihrer dezentralen Struktur wohl nie einen tiefen Steuerfuss erreichen werde. Die Frage sei aber, «wie vernünftig gespart werden kann und die Gemeinde trotzdem lebenswert bleibt», betont Müller. Heute werde auch an falschen Orten gespart. Als Gemeindepräsident wäre es auch sein Ziel, «die Ausgaben im Griff zu haben, notwendige Investitionen zu tätigen und mehr Transparenz zu schaffen», sagt er weiter gegenüber dem W&O.

«Parteilos und liberal»

Er kandidiere als «Parteiloser mit liberaler Gesinnung», sagt der in Weite wohnhafte Kandidat. Seine Ausbildung und berufliche Erfahrung biete ihm das nötige Rüstzeug für das Amt des Gemeindepräsidenten, sagt Müller selbstbewusst. Unter anderem ist er eidg. diplomierter Marketingleiter und hat mehrere Jahre als Geschäftsführer von Radio Ri (später Radio FM1) und danach bei BuchsMedien AG gewirkt. Aktuell ist er Sekretariatsleiter bei der Musikschule Sarganserland.

«Der Zeitpunkt ist richtig»

Müller hält fest, dass er aktuellen Job im Falle einer Nichtwahl weiter ausüben könne – was bei seinen früheren Kaderstellen nicht der Fall gewesen sei. Deshalb sei der Zeitpunkt für eine Kandidatur nun richtig. Auch weil er mit 57 Jahren noch zwei Amtsdauern als Gemeindepräsident wirken könnte – gleich lang, wie er als Schulpräsident amtete. Acht Jahre entspreche der maximalen Amtsdauer der amerikanischen Präsidenten, vergleicht Max Müller. «Das ist genügend Zeit, um etwas zu bewirken, und begrenzt, um danach für neue Ideen Platz zu machen.»

Nicht nur in der Einheitsgemeinde Wartau kommt es zu einer Kampfkandidatur gegen den amtierenden Amtsinhaber. In Sevelen hat Mirco Rossi, SVP-Kantonsrat und Gemeinderat, seine Kandidatur eingereicht und tritt gegen Gemeindepräsident Roland Ledergerber an (der W&O berichtete).