«Ich habe das Dossier nun selbst in die Hand genommen»

GRABS. Von vielen Betreibungen gegen die von Paul Schlegel geführte Schlegel Group ist seit einiger Zeit die Rede. Recherchen des W&O brachten entsprechende Hinweise, aber wegen verweigerter Einsicht ins Betreibungsregister keine seriöse Grundlage für eine Berichterstattung.

Thomas Schwizer
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«Ich stehe zu Fehlern»: Paul Schlegel gelobt Besserung. (Bild: Urs Bucher)

«Ich stehe zu Fehlern»: Paul Schlegel gelobt Besserung. (Bild: Urs Bucher)

GRABS. Von vielen Betreibungen gegen die von Paul Schlegel geführte Schlegel Group ist seit einiger Zeit die Rede. Recherchen des W&O brachten entsprechende Hinweise, aber wegen verweigerter Einsicht ins Betreibungsregister keine seriöse Grundlage für eine Berichterstattung. Die «Weltwoche» hatte diesbezüglich mehr Erfolg. Sie hat gestern von 46 Betreibungen in 45 Monaten zwischen September 2011 und Ende Mai 2015 gegen die Firmengruppe des Unternehmers und Politikers aus Grabs berichtet.

Es zeigt sich nun, dass vor allem AHV-Beiträge nicht regelmässig bezahlt wurden, sondern oft erst, wenn ein Betreibungsbegehren gestellt wurde. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen, sagt Paul Schlegel selbst. Er steht zum Fehler, den er auf eine zu schmal besetzte Personaldecke in der Administration der Schlegel Group zurückführt – und auf seine häufigen Abwesenheiten durch sein politisches Engagement.

Laut Schlegel hat sich das nun geändert. Er habe das Dossier selbst in die Hand genommen. Gestern Donnerstag seien alle Ausstände bezahlt gewesen – das bleibe auch künftig so, versichert er. Wegen des «Betreibungsfalls» wurde er als Nationalratskandidat noch gestern abend vor den Ausschuss der St. Galler FDP zitiert.

Die Schlegel Group hat ihren Sitz Anfang 2015 nach St. Gallen verlegt. Ihr gehören vier Firmen an. Eine hat ihren Sitz ebenfalls in St. Gallen, die anderen drei in Grabs und Buchs. • DIE DRITTE