«Ich bin eine Ja-Sagerin»

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Wenn man sie um etwas bittet, verneint die 42-jährige Sonia Sestito-Puopolo aus Buchs ganz selten. Andrea Müntener hat sich mit der gelernten Coiffeuse zum Zmorga getroffen.

Ciao Sonia, wie geht es dir?

Sehr gut, danke. Es ist ja auch kein Wunder, dass es mir gut geht, wenn man mit frischen Brötli und so feinem Kaffee verwöhnt wird, gell! Gibt es einen besseren Tagesstart?

Wie lange wohnst du schon im Werdenberg?

Mit meinen drei jüngeren Geschwistern bin ich in Buchs aufgewachsen. Nun wohne ich immer noch in Buchs, zusammen mit meinem Mann Giuseppe und unseren beiden Töchtern im Teenager-Alter. Ich bin wirklich durch und durch eine Buchserin, obwohl mein Herz für Italien schlägt, wo meine Wurzeln liegen. Meine Eltern stammen beide aus Bella Italia.

Womit beschäftigst du dich derzeit?

Sehr gerne verbringe ich Zeit in der freien Natur. Zusammen mit einer Freundin und unserem kleinen Malteser-Hund Punchi versuche ich zwei bis drei Mal die Woche eine grössere Runde zu machen, mit den Walkingstöcken in den Händen. Diese friedliche Zeit mag ich sehr. Ich mache etwas für meine Fitness und fühle mich danach richtig wohl.

Wann kannst du nicht Nein sagen?

Ich sage grundsätzlich immer Ja! Das ist wohl eine Schwäche von mir, ich kann ganz schlecht Nein sagen. Vor allem, wenn es um meine Familie geht. Egal, ob mich meine Mama oder meine Geschwister um etwas bitten, sage ich sehr selten Nein.

Bist du die typisch italienische Mama?

Typisch italienische Mama? Ich weiss nicht … was ich aber von mir behaupten kann, ist, dass ich ein Vollblut-Familienmensch bin. Die Familie geht mir über alles. Mit Familie meine ich nicht nur meine kleine Familie mit Mann und Töchtern, sondern auch meine Geschwister mit Familien und meine Mama. Da ich die Älteste von uns vier Puopolo-Kindern bin, sprich der «Big Boss», habe ich ab und zu schon das Gefühl, dass ich den Ton angeben muss! Ich versuche den drei andern mitzuteilen, was gut für sie wäre, was richtig ist. Basta. Es ist zwar nicht so, dass sie das dann auch wirklich machen, so wie ich ihnen empfohlen habe. Aber: Haupt­sache, sie haben mir alle zugehört. Dann bin ich eigentlich schon zufrieden und wieder still. Zumindest für ein Weilchen.