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Ich bin dankbar...

Zum Sonntag
Diakon Martin Nägele, Grabs

Über was haben sie sich heute oder in den letzten Tagen aufgeregt oder haben Ihren Unmut dazu geäussert? War es die Steuerrechnung, die im Briefkasten lag? Die Waage, die wieder etwas mehr als erwartet anzeigte? Der Wäscheberg, der sich jede Woche neu auftürmt? Oder, dass der nächste freie Parkplatz über 100 Meter vom Eingang des Einkaufszentrums weit weg lag?

Oft höre ich Menschen um mich herum, die immer etwas finden, über das sie schimpfen oder reklamieren können. Eigentlich mag ich solche Menschen nicht! Das Dumme ist nur, dass ich mich selber oft dabei ertappe, dass ich auch so einer bin.

Deshalb habe ich eine Liste aus dem Internet ausgedruckt, die mich immer daran erinnert, für was ich eigentlich dankbar sein könnte, obwohl genau solche Dinge aufgeführt sind, die für viele Menschen Anlass zum Reklamieren sind. Ich habe das Dokument irgendwo im Büro liegen, damit es mir beim Aufräumen regelmässig in die Hände fällt. Die Ausführungen zaubern mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht und sind Anlass meinem Gott dankbar zu sein.

Ich bin dankbar... - für die Steuern, die ich zahle, weil das bedeutet, ich habe Arbeit und Einkommen; - für die Hose, die ein bisschen zu eng sitzt, weil das bedeutet, ich habe genug zu essen; - für das Durcheinander nach dem Fest, das ich aufräumen muss, weil das bedeutet, ich war von lieben Menschen umgeben; - für den Rasen, der gemäht, die Fenster, die geputzt werden müssen, weil das bedeutet, ich habe ein zu Hause; - für die laut geäusserten Beschwerden über die Regierung, weil das bedeutet, wir leben in einem freien Land und haben das Recht auf Meinungsäusserung; - für die Parklücke, ganz hinten in der äussersten Ecke des Parkplatzes, weil das bedeutet, ich kann mir ein Auto leisten; - für die Frau in der Kirche, die hinter mir sitzt und falsch singt, weil das bedeutet, dass ich gut hören kann; - für die Wäsche und den Bügelberg, weil das bedeutet, dass ich genug Kleidung habe; - für die Müdigkeit und die schmerzenden Muskeln am Ende des Tages, weil das bedeutet, ich bin fähig, hart zu arbeiten; - für den Wecker, der morgens klingelt, weil das bedeutet, mir wird ein neuer Tag geschenkt.

Ich wünsche Ihnen, dass sie am morgigen Sonntag Ruhe finden um sich klar zu werden, für was Sie alles dankbar sein können. Und anschliessend die Zeit, sich bei dem einen oder anderen in Ihrem Umfeld zu bedanken. Vergessen Sie dabei nicht unseren Gott.

Im Psalm 103 in den ersten beiden Versen steht: «Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!»

Diakon Martin Nägele, Grabs

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