«Hunde haben abschreckende Wirkung auf Einbrecher»

REGION. Um rund 30 Prozent hat die Zahl der Einbrüche im laufenden Jahr in der Region Werdenberg-Sarganserland im Vergleich zu 2014 abgenommen. Im Gebiet Linth-Toggenburg und im kantonalen Schnitt sind es 20 Prozent (vergleiche Titelseite).

Armando Bianco
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Eine subtile Einladung: Allein schon die Anwesenheit eines Hundes schreckt Einbrecher ab. (Bild: pd)

Eine subtile Einladung: Allein schon die Anwesenheit eines Hundes schreckt Einbrecher ab. (Bild: pd)

REGION. Um rund 30 Prozent hat die Zahl der Einbrüche im laufenden Jahr in der Region Werdenberg-Sarganserland im Vergleich zu 2014 abgenommen. Im Gebiet Linth-Toggenburg und im kantonalen Schnitt sind es 20 Prozent (vergleiche Titelseite). Einbrüche laufen oft nach einem ähnlichen Schema ab, allerdings bestehen in der Vorgehensweise teils durchaus auch Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten.

Keine klassische Einbruchszeit

In ländlichen Gebieten geht man davon aus, dass die Objekte von der Täterschaft ausgekundschaftet werden, bevor sie einen Einbruch wagt. «In städtischen Gebieten hingegen passieren im Schutz der Anonymität mehr spontane Einbrüche, weil <fremde> Personen in einem Quartier weniger auffallen», sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St. Galler Kantonspolizei.

Landläufig gelten die kurzen Tage mit der frühen Dämmerung, also die dunkle Jahreszeit, als klassische Zeit für Einbrüche. Allerdings stellte die Kantonspolizei in den letzten Jahren immer häufiger fest, dass sich die Einbrüche und Einbruchdiebstähle nicht nur mehr auf die abendlichen und nächtlichen Stunden konzentrieren, mittlerweile verteilen sich die Delikte auf nahezu den ganzen Tag.

Hund – dein Freund und Helfer

Für die Bevölkerung heisst das, noch mehr Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Abends einfach bei Abwesenheit das Licht daheim brennen zu lassen, ist längst nur noch ein Teil der Prävention. Nebst allgemein bekannten Vorkehrungen erweist sich ein vierbeiniger Freund manchmal nebst seinen anderweitigen Vorzügen auch hier als sinnvoll. «Hunde haben erwiesenermassen eine grosse abschreckende Wirkung auf Einbrecher. In den allermeisten Fällen meiden Täter Häuser oder Wohnungen mit einem Hund», weiss der Polizeisprecher aus Erfahrung.

Nach wie vor sind Gebiete entlang der Autobahnen häufiger betroffen, da sich die Diebe die verkehrstechnische Lage zunutze machen. Die Kriminalstatistiken der vergangenen Jahre zeigen, dass den Autobahnen A13 und A1 entlang mehr Einbrüche registriert werden. Die beiden Strecken führen auch durch die Region Werdenberg-Sarganserland. Damit einher geht die Tatsache, dass es im verkehrstechnisch etwas abgelegenen Toggenburg weniger Einbrüche gibt.

Fernseher bleiben stehen

Die Einbrecher haben meist einen genauen Plan, zu dem nicht nur die «Anreise» und die Flucht gehören. Viele Einbrüche geschehen nach einem ähnlichen Muster. Es müsse in jedem Fall schnell gehen; gelingt der Einstieg über eine Türe oder ein Fenster nicht rasch, werde ein Einbruchsversuch häufig abgebrochen. Einmal ins Objekt der Begierde eingedrungen, haben es die Täter meist auf Bares und Schmuck abgesehen. Fernsehgeräte, Stereoanlagen oder Desktop-PCs bleiben oft unbeobachtet –- zu umständlich im Transport und zu auffällig bei einer allfälligen Kontrolle.