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«Holzsystembau war ein Quantensprung»

Gams Im Jahre 1949 gründete Werner Schöb einen Schreinereibetrieb, der sich auf den Innenausbau spezialisierte. Sein Sohn Walter Schöb wurde in den 60er- Jahren von den fortschrittlichen Holzhäusern in Schweden inspiriert. 1967 entwickelte die Firma das erste Holzsystemhaus.
Alexandra Gächter

Gams Im Jahre 1949 gründete Werner Schöb einen Schreinereibetrieb, der sich auf den Innenausbau spezialisierte. Sein Sohn Walter Schöb wurde in den 60er- Jahren von den fortschrittlichen Holzhäusern in Schweden inspiriert. 1967 entwickelte die Firma das erste Holzsystemhaus. «Ich stieg von Anfang an in den Systembau ein. Es war ein Quantensprung», sagt Walter Schöb. Die Zimmermänner kannten damals nur das konventionelle Riegelsystem. Sie stellten sich quer. «Jedes Haus war ein Kampf. Dank unserer Schreinerei konnten wir den Systembau quersubventionieren. Sonst hätten wir das nicht überstanden», so Schöb.

Sehr viel Aufklärungsarbeit war nötig

1974 konnte das Unternehmen die erste Produktionsstrasse für Systemhäuser in Betrieb nehmen. Damit baute das Unternehmen zwölf Ferienhäuser auf dem Gamserberg. 1978 übernahm Walter Schöb das Unternehmen von seinem Vater. 1981 erhielt das Unternehmen die erste halbautomatische Fabrikationsmaschine aus Schweden. 1986 wurde die Schöb AG gegründet. In den 90er-Jahren begann der Holzhausboom. «Leider wurden qualitativ schlechte Häuser importiert, die nicht dem Schweizer Standard entsprachen. Das war nicht gut für das Image des Holzbaus. Ich musste sehr viel Aufklärungsarbeit leisten», sagt Schöb. Danach begannen die Holzfachschulen, den Systembau zu lehren und zu empfehlen. Im Jahre 1996 weihte die Firma ihr Holzleimwerk in einem 2100 Quadratmeter grossen Neubau ein. Zehn Jahre später baut die Schöb AG ein neues Bürogebäude mit fast 1200 Quadratmetern sowie zwei neuen Produktionshallen. 2011 nahm die Firma eine zweite Produktionsstrasse in Betrieb. Damit verfügt das Unternehmen über eine der leistungsstärksten und modernsten Produktionsanlagen der Schweiz. Zwei Jahre später übernahm die dritte Generation das Ruder. Sohn Philipp Schöb und Tochter Christine Egger-Schöb stiegen mit Nicola Sanzo in die Geschäftsleitung ein. Bauherren, welche bereits dem Vater ihr Vertrauen geschenkt haben, bauen nun erneut mit den Schöbs. «Das ist ein grosses Kompliment für uns», sagt Christine Egger-Schöb.

In diesem Jahr konnte die neue Schreinerei mit einer Fläche von 2200 Quadratmetern in Betrieb genommen werden. Walter Schöb wurde kürzlich von der Lignum Holzkette St. Gallen zum «Holzchopf» gewählt. Gestern erhielt die Schöb AG, welche derzeit in Gams 90 Mitarbeiter beschäftigt und rund 100 Wohneinheiten im Jahr produziert, den Werdenberger Innovationspreis.

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