Holt die SVP einen fünften Sitz?

Die Namen der zweiten Elferliste für die Kantonsratswahlen der SVP Toggenburg vom 28. Februar 2016 sind nach der Nomination bekannt. Die Partei will den Schwung der Nationalratswahlen mitnehmen.

Serge Hediger
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Sie treten zu den Kantonsratswahlen an (von links): Linus Thalmann, Ivan Louis, Benjamin Wunderli, Hansueli Hofer, Thomas Bösch, Christian Spoerlé, Linda Riedweg, Martin Gretler, Wendelin Eberhard, Christian Egli, Mirco Gerig. (Bild: Serge Hediger)

Sie treten zu den Kantonsratswahlen an (von links): Linus Thalmann, Ivan Louis, Benjamin Wunderli, Hansueli Hofer, Thomas Bösch, Christian Spoerlé, Linda Riedweg, Martin Gretler, Wendelin Eberhard, Christian Egli, Mirco Gerig. (Bild: Serge Hediger)

WATTWIL. Mitte vergangener Woche gab die CVP Toggenburg ihre Kandidatinnen und Kandidaten für den Kantonsrat bekannt, am Freitagabend legte die Volkspartei nach. Kreisparteipräsident und Kantonsrat Mirco Gerig, Unterwasser, betonte im «Thurpark»-Saal einleitend, dass der Richtungswechsel in Bern nun nach St. Gallen getragen werden müsse: «Wir müssen den Schwung und Elan vom 18. Oktober ins neue Jahr hinübernehmen.» Bei den Nationalratswahlen vor zwei Wochen hat die SVP gesamtschweizerisch elf Sitze dazugewonnen.

Vier oder fünf Sitze?

Aktuell sitzen vier Toggenburger SVP-Vertreter im Kantonsrat, doch wie Tagespräsident Christian Gross, Ebnat-Kappel, wagte auch der eine oder andere an der Nominationsversammlung, von einem fünften Sitz zu träumen: «Mit Blick auf die mässige Stimmbeteiligung von 39,76 Prozent bei den letzten Kantonsratswahlen liegt mit guter Mobilisierung für die SVP noch etwas drin», zeigte sich Gross überzeugt.

Linus Thalmann, Kirchberg, Kantonsrat seit 2006, vertritt indessen die Halteparole. «Mit den Rücktritten von Heinz Habegger, Neu St. Johann, Heinz Güntensberger, Dreien, und Roman Brändle, Bütschwil, während der vergangenen Legislaturperiode hat die SVP gewichtige Stimmenlieferanten verloren. Meine persönliche Meinung ist: vier Sitze halten.» Tatsächlich war es vor vier Jahren, als das Toggenburg aufgrund seines Bevölkerungsrückgangs nur noch elf statt zwölf Vertreter nach St. Gallen entsenden konnte, knapp geworden. Den Sitz ans Linthgebiet abgeben musste damals schliesslich die CVP, obwohl diese mehr Stimmen als die SVP erzielt hatte. Ausschlaggebend war die einträgliche Listengruppe mit der Jungen SVP.

Vom Abzug und Anspruch

Elf Kandidatinnen und Kandidaten hat der Wahlstab der SVP-Kreispartei für die kommende Amtsdauer vorgeschlagen. Sie wurden mit deutlicher Stimmenzahl nominiert (vgl. «Die Kandidaten der SVP Toggenburg).

Neben der Kandidatenvorstellung prägten zwei Abstimmungsvorlagen vom 15. November den Abend. Kantonsrat Linus Thalmann erinnerte daran, dass ein Viertel aller Unterschriften für das Referendum über die Beschränkung des Pendlerabzugs aus dem Toggenburg stammten, weil er zum Nachteil der Landbevölkerung ausfalle. Ebnat-Kappels Gemeindepräsident, Kantonsrat Christian Spoerlé sprach zur Initiative «Bezahlbare Krankenkassenprämien für alle»: Allein ein Zurückschrauben der Ansprüche wirke kostensenkend, sagte er.