Hoher Besuch im Asylzentrum

Verschiedene Zivilschutzorganisationen führen seit September das Zentrum Weier in Alt St. Johann. Eine hochrangige Delegation des Kantons St. Gallen mit Regierungsrat Fredy Fässler liess sich vor Ort über diesen Einsatz informieren.

Steven Giger
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Regierungsrat Fredy Fässler (Mitte) liess sich mit einer Delegation des Kantons St. Gallen und aus dem Toggenburg über die positiven Erfahrungen des Zivilschutzeinsatzes informieren. (Bild: pd)

Regierungsrat Fredy Fässler (Mitte) liess sich mit einer Delegation des Kantons St. Gallen und aus dem Toggenburg über die positiven Erfahrungen des Zivilschutzeinsatzes informieren. (Bild: pd)

ALT ST. JOHANN. Regierungsrat Fredy Fässler, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartementes des Kantons St. Gallen, besuchte zusammen mit anderen Führungspersonen aus Politik und Bevölkerungsschutz das Notfall-Asylzentrum Weier in Alt St. Johann. Sie wurden vor Ort von Christian Heeb, Kommandant der Zivilschutzorganisation Toggenburg, und Sozialarbeiterin Annemarie Khalil ausführlich über den seit September andauernden aktuellen Einsatz verschiedener Zivilschutzorganisationen im Asylzentrum orientiert.

Das Asylzentrum Weier wurde vorübergehend als Entlastung für den Kanton St. Gallen eingerichtet, der wie alle Kantone eine steigende Zahl von Asylbewerbern aufzunehmen hat.

Nachdem Christian Heeb die Gründe für den Zivilschutzeinsatz dargelegt hatte, wurden die Besucher von den Zivilschutzangehörigen durch die Räumlichkeiten des Zentrums geführt. Die Mannschaft des Zivilschutzes stellte sich anschliessend den Fragen der Gruppe und erzählte von den Erfahrungen im Umgang mit den Asylsuchenden. Es wurde betont, dass mit diesem Einsatz wertvolle Erfahrungen für Bevölkerung, Zivilschutz und Asylsuchende gesammelt werden können.

Wertvolle Erfahrungen

Annemarie Khalil, die während des ganzen Einsatzes als Ansprechperson für die Zivilschutzangehörigen galt, führte aus, dass die Betreuung von den Angehörigen des Zivilschutzes, aber auch von den Asylsuchenden sowie der lokalen Bevölkerung als positive Zeit wahrgenommen wurde.

Für viele Zivilschutzangehörige sei der Einsatz die erste Erfahrung im Kontakt mit Asylsuchenden gewesen. «Sie lernten neue Situationen kennen, konnten von positiven Erfahrungen profitieren und bauten ihre Kompetenzen aus», so Khalil. Christian Heeb und Annemarie Khalil betonten die Wichtigkeit des gelungenen Einsatzes.

Lob für grosses Engagement

Regierungsrat Fredy Fässler zeigte sich beeindruckt von der professionellen Betreuungsarbeit durch die Zivilschutzorganisationen. Er dankte den Führungskräften und allen eingesetzten Zivilschutzangehörigen, aber auch den Gemeindepräsidenten für ihre Tätigkeit im öffentlichen Interesse. «Es ist Ihnen gelungen, mit grossem Engagement und Einfühlungsvermögen den zugewiesenen Asylsuchenden einen humanitären Aufenthalt im Zentrum zu ermöglichen, aber auch das Verständnis der örtlichen Bevölkerung für die Aufgaben im Asylbereich zu fördern», anerkannte Fässler die Leistungen aller Beteiligten.

Noch bis Ende Januar

Die Unterstützung durch den Zivilschutz wurde nötig, nachdem der Kanton St. Gallen mit Überbelegungen in den bestehenden Asylzentren konfrontiert war. Seit September 2014 unterstützen die Zivilschutzorganisationen Toggenburg, unteres Toggenburg, Uze und Neckertal den Kanton im vorübergehend eingerichteten Asylzentrum Weier. Ende Januar 2015 wird das Notzentrum aufgehoben und die Zivilschutzanlage der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann zurückgegeben.

Bei der Visite im Zentrum Weier, die noch im alten Jahr stattgefunden hat, nahmen teil: Regierungsrat Fredy Fässler, Hans-Rudolf Arta als Generalsekretär des Sicherheits- und Justizdepartementes, Jürg Eberle als Leiter des Migrationsamtes des Kantons St. Gallen, Urs Weber als Leiter der Asylabteilung beim kantonalen Migrationsamt, Christian Heeb als Kommandant der Zivilschutzorganisation Toggenburg, Rolf Züllig als Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann, Jörg Kohler als Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz, der Nesslauer Gemeindepräsident Kilian Looser als Präsident der Bevölkerungschutzkommission Toggenburg und Peter Haag als Kommandant der Zivilschutzorganisation Uze.