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Hoffnungsvolles aus dem Südsudan

Am Montag, 31. Oktober, findet im Kirchgemeindehaus Grabs ab 20 Uhr ein Missionsabend statt. Vorgestellt wird das Projekt «Schulen unter Bäumen», das für Kinder im Südsudan Hoffnung schafft.
Die Schule bietet Mädchen eine Chance, da diese oft benachteiligt werden. (Bilder: PD)

Die Schule bietet Mädchen eine Chance, da diese oft benachteiligt werden. (Bilder: PD)

Oft hört man viel Negatives aus den Medien. Südsudan ist dabei keine Ausnahme. Jedoch gibt es in diesem Land viel Hoffnungsvolles. Die Kirchgemeinde Grabs-Gams veranstaltet ihren jährlichen Missionsabend am Montag, 31. Oktober, ab 20 Uhr, deshalb zum Thema «Hoffnung für den Südsudan». Das Projekt «Schulen unter Bäumen» (Under Tree schools, kurz UTS) von Joseph Ayok lebt und bewirkt viel Gutes für ein Land, das es braucht. Ruedi Gebendinger von UTS wird an diesem Abend berichten.

Im Südsudan fand der längste Bürgerkrieg Afrikas statt. Im Jahr 2000, noch während des Krieges, gründete Pfarrer Joseph Ayok mit seiner Frau Karin Ayok-Löwenberg das Hilfswerk «Under Tree Schools». Joseph Ayok stammt aus dem Südsudan und seine Frau Karin aus Burgdorf. Im Schatten von Bäumen wurden täglich bis zu 1000 Kinder unterrichtet. 2005 wurde ein Friedensabkommen mit dem Norden abgeschlossen. Mit dieser Hoffnung auf eine friedliche Zukunft wurde im 2007 mit dem Bau einer Schule in Malek Alel begonnen. Mädchen besuchen oft keine Schule, weil ihnen die Kleider fehlen. Im April 2009 fand die Eröffnungsfeier der Schule statt. Sie ermöglicht 350 Mädchen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren eine gute Schulbildung.

Chaos und Hungersnot drohen nach Unruhen

Im Juli 2011 wurde der Süden Sudans ein selbständiger Staat. 2013 fand die Einweihung der Kapelle «St. Peters Chapel» statt. Sie dient der Gemeinde als Versammlungsort und der Schule als Aula. Ein Landwirtschftsgebäude wurde ebenfalls erstellt und der Ackerbau sowie die Viehhaltung schreiten voran. Im Juli 2013 entlässt der Präsident Salva Kiir den Vizepräsidenten Riek Machar wegen Korruption. Im Dezember 2013 bricht unter der Leitung von Machar eine Rebellion gegen den Präsidenten aus. Es drohen Chaos und Hungersnot. Nachdem des Land etwas aufgeatmet hat und der Friedensprozess auf gutem Wege war, wurde im Juli dieses Jahres der Südsudan erneut von kriegerischen Aktivitäten erschüttert. Die Kämpfe fanden allerdings nicht in der Region der Schule statt und sie wurde bis jetzt verschont. Viele der Unruhen fanden und finden in der Region von Juba statt, der Hauptstadt des Südsudans, etwa 600 Kilometer von der Schule entfernt.

Was im Südsudan zum Erfolg führt, ist nur dank vereinten Kräften möglich: den Anstrengungen der örtlichen Bevölkerung und den Spenden aus England und der Schweiz. UTS gilt als Vorbild für die staatlichen Schulen, etwa in der Aus- und Weiterbildung von Lehrern als Basis für ein funktionierendes Schulsystem. Dank diesen Erfolgen geniesst UTS auch das Vertrauen des World Food Programm und kann den Schülerinnen, die zu Fuss oft weite Strecken bis zur Schule zurücklegen müssen, vor dem Unterricht ein Frühstück bereitstellen. UTS arbeitet zudem eng mit der lokalen Gemeinde und Kirche zusammen. Die örtliche Leitung der Schule steht ganz unter der Verantwortung von Südsudanesen. Mehr darüber erzählt Ruedi Gebendinger am Missionsabend «Hoffnung für den Südsudan». (pd)

Manchmal scheitert der Schulbesuch am simplen Umstand, dass die Mädchen keine Uniform haben. UTS stellt ihnen diese zur Verfügung.

Manchmal scheitert der Schulbesuch am simplen Umstand, dass die Mädchen keine Uniform haben. UTS stellt ihnen diese zur Verfügung.

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