Hoffen auf neuen Klanghaus-Anlauf

An der DV des Vereins Toggenburg.ch wurde die Ablehnung des Klanghauses in Relation zu zwei Jahrzehnten Aufbauarbeit gestellt. Die Regionsorganisation sieht sich als Drehscheibe im Toggenburg.

Jeannette Ringger
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LICHTENSTEIG. Gestern um 17 Uhr trafen sich die Mitglieder des Vereins Toggenburg.ch in der Erlebniswelt Toggenburg in Lichtensteig zur jährlichen Delegiertenversammlung. Traditionsgemäss waren sowohl der Jahresbericht wie auch die Jahresrechnung von 2015 zu genehmigen und das vorgeschlagene Budget für nächstes Jahr zu bestätigen.

Wichtiges Projekt für die Region

«Die Regionsorganisation ist die Drehscheibe der Region, initiiert und setzt Projekte um und sorgt für positive Kommunikation nach innen und aussen.» So beschrieb Alois Gunzenreiner, Präsident von Toggenburg.ch, die Funktion des Vereins. In der letzten Zeit war der Verein vor allem dank seinem Einsatz für den Standort Kantonsschule Wattwil sehr präsent. «Wir sind stolz auf das bisher Erreichte. Wie aber kürzliche Ereignisse gezeigt haben, ist ein solches Projekt erst im Trockenen, wenn bei der offiziellen Abstimmung «Ja» gesagt wird.» Damit spielte er auf das enttäuschende Resultat der Klanghaus-Abstimmung vor wenigen Wochen an. Denn auch der Verein hatte sich für das Projekt in Unterwasser eingesetzt. «Es ist schade, wenn 20 Jahre Arbeit wegen fehlendem Mut und Pflichtbewusstsein einiger Kantonsräte bachab gehen», so Alois Gunzenreiner. Er hoffe, dass nun ein zweiter Anlauf genommen werden könne, um dieses für die Region wichtige Projekt irgendwie zu retten.

Das Toggenburg als Wohnort

Nach der Präsentation des Jahresberichts 2015 übernahm Geschäftsführer Daniel Blatter das Wort und legte die Jahresrechnung 2015 wie auch das Budget 2016 vor. Die klare und saubere Auflistung wurde von den 17 anwesenden Stimmberechtigten gelobt und einstimmig angenommen. Dies war keine grosse Überraschung, denn mit einem Minderaufwand von fast 41 000 Franken gegenüber dem Budget von 2015 war die Rechnung des Jahres 2015 erfreulich tief ausgefallen. Besonders bei den Punkten Wohnortförderung und Standortförderung wurde weniger als erwartet ausgegeben. Dafür waren die Ausgaben für Werbe- und IT-Aufwände etwas höher als erwartet. So wurde das Budget für das Jahr 2016 mit 683 000 Franken fast genau in Höhe der letztjährigen Ausgaben festgesetzt und ebenfalls genehmigt.