«Höhepunkt des Schlossjahres»

Am Sonntag klang die 5. Schlossmediale auf Schloss Werdenberg aus. Genau 2286 Besucher nutzten das Programm, das zehn Tage lang das Kulturschloss und den Schlosshof belebte. Finanziell liegen die Verantwortlichen auf Budgetkurs.

Thomas Schwizer
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Mit der Feuerinstallation Hülon wurden passend zum Thema «Häutungen» ganz spezielle «Bilder» auf die Schlossmauer gezaubert. (Bild: Anja Köhler/Schloss Werdenberg)

Mit der Feuerinstallation Hülon wurden passend zum Thema «Häutungen» ganz spezielle «Bilder» auf die Schlossmauer gezaubert. (Bild: Anja Köhler/Schloss Werdenberg)

WERDENBERG. Leicht mehr Zuschauer als im Vorjahr liessen sich während der Schlossmediale von den kulturellen Darbietungen beeindrucken. Die Mehrheit davon ist von ausserhalb der Region angereist zum «Höhepunkt des Schlossjahres», wie Kurt Scheidegger als Geschäftsführer des Kulturschlosses Werdenberg am Tag nach der «Mediale» sagte.

Vielfalt für Vielfalt von Menschen

Das breit gefächerte Programm «Häutungen», zusammengestellt von der künstlerischen Leiterin Mirella Weingarten, habe tolle Künstler ins Werdenberg gebracht. «Mit seinem aussergewöhnlichen, für die einzigartigen Räume des Schlosses massgeschneiderten Programm hat sich das Festival als Fixpunkt des Ostschweizer Kulturlebens etabliert», stellt Scheidegger fest. Genau dies sei das Ziel des Kantons St. Gallen als Hauptträger des Kulturprogramms.

Mirella Weingarten freut sich, «dass das Programm in seiner Vielfalt auch eine Vielfalt von Menschen angelockt hat und sich Publikum und Künstler verschiedenster Sparten mischten».

«Darauf einlassen»

Scheidegger erhofft sich für die 6. Schlossmediale 2017, dass auch die einheimische Bevölkerung sich noch vermehrt auf das Programm einlassen wird. Wer dies getan habe, sei «sehr begeistert» gewesen, stellt er fest. So hätten Gäste aus Deutschland sich für die ganzen zehn Tage in der Region einquartiert, um keinen Programmteil zu verpassen.

Es habe anspruchsvolle künstlerische Darbietungen gegeben, aber auch solche, welche bewusst die breite Bevölkerung angesprochen hätten. Als Erfolg bezeichnet Kurt Scheidegger die Ausstellung zum Thema «Häutungen» im Schloss, die erfreulich viele Leute angezogen habe.

«Herausragende Kultur»

Der Kanton St. Gallen ist finanzieller Hauptträger des Programms im Kulturschloss Werdenberg. Die Schlossmediale bilde im Konzept den Schwerpunkt, «damit herausragende Kultur nicht nur in der Hauptstadt des Kantons stattfindet», sagt Scheidegger.

Das Gesamtbudget für die 5. Schlossmediale betrug rund 300 000 Franken. 160 000 davon seien von Sponsoren getragen worden, welche laut Scheidegger «die hohe Professionalität der Kultur fördern wollen». Rund 20 000 Franken brachten die Einnahmen aus den Eintritten ein. Damit liege man auf Budgetkurs.

Laut dem Kanton bilde die Mediale den Höhepunkt des Jahresprogramms. Bis Oktober werde aber auf dem Schloss noch weit mehr Kulturelles geboten mit Mittelaltertag, Schlössertag, Erzählkunstfestival, Sommerakademie, Preisträgerkonzert und den erstmaligen Meisterkursen sowie Kultur im Bistro.