Höchststand an Propagandisten

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Bern Während der IS in Syrien und in Irak militärisch immer stärker unter Druck gerät, scheint der ­Jihadismus hierzulande ideologisch weiter auf dem Vormarsch zu sein. Die Zunahme könnte auch mit mehr Personal bei den Sicherheitsbehörden zusammenhängen. Ende 2015 hat der Bundesrat 86 bis Ende 2018 befristete Vollzeitstellen zur Terror­bekämpfung geschaffen, unter anderem auch beim NDB. Damit sollte auch die Flut an Hinweisen aufgefangen werden, die beim Bund eingehen. Laut NZZ habe sich die Zahl der eingegangenen und für die innere und äussere Sicherheit relevanten Meldungen seit 2014 ver­vielfacht. Jährlich sind es über 30 000 Hin­weise.

Im Lagebericht 2016 zur Sicherheit heisst es, dass die IS-Propaganda «Personen in der Schweiz radikalisieren und dazu verleiten könnte, sich rekrutieren zu lassen oder in eigener Regie Anschläge zu verüben». Es sei für die Schweizer Sicherheitsbehörden schwierig, solche «Einzel­täter oder Kleingruppen, die sich ausserhalb organisierter Strukturen bewegen, frühzeitig festzustellen und ihre Aktivitäten zu unterbinden». (dw)21