Hiesige Betriebe machen mobil

Beim 8. Betrieblichen Mobilitätsmanagement-Tag wurde versucht, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Neben einer aktuellen Bestandesaufnahme ging der Blick vor allem nach vorne, in eine CO2-arme Zukunft.

Stephan Agnolazza
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René Kaufmann, Markus Verling, Pedro Malta de Jesus Veiga, Brigitte Haas, Christian Leuenberger und Daniela Hämmerli plädieren für eine CO2-arme Zukunft. (Bild: Daniel Schwendener)

René Kaufmann, Markus Verling, Pedro Malta de Jesus Veiga, Brigitte Haas, Christian Leuenberger und Daniela Hämmerli plädieren für eine CO2-arme Zukunft. (Bild: Daniel Schwendener)

VADUZ. Beim Betrieblichen Mobilitätsmanagement-Tag vom Donnerstag in der Hofkellerei Vaduz stand die Mobilität der Arbeitnehmer bei liechtensteinischen Betrieben im Vordergrund. Mit vier Vorträgen aus unterschiedlichen Bereichen wurde den Gästen ein Querschnitt durch die verschiedenen Bereiche und Sichtweisen rund ums Mobilitätsmanagement vorgestellt.

Mobil mit weniger CO2

«Der Mensch ist zwei Stunden am Tag mobil, und das seit Jahrtausenden. Geändert hat sich nur der Aktionsradius», so Christian Leuenberger, Projektleiter im Energie- und Umweltbereich. Mit dem technischen Fortschritt hat allerdings auch die Natur und die Umwelt gelitten. Deshalb würden sich Regierungen immer mehr Gedanken machen, wie man Energien sparen kann und entsprechende Ziele formulieren. So hat Liechtenstein in seiner Energiestrategie 2020 unter anderem entschieden, den Treibhausgas-Ausstoss um 20 Prozent zu reduzieren. Dazu soll der öffentliche Verkehr ausgebaut werden sowie effiziente Mobiliät gefördert werden. Das kann zum Beispiel durch Carsharing oder Elektro-Fahrzeuge sein, solange der Strom aus «sauberen» Quellen kommt.

Theorie und Praxis zweierlei

Neben dem Blick auf die Theorie stellten Brigitte Haas, stellvertretende Geschäftsführerin der Liechtensteinischen Industrie und Handelskammer (LIHK) und Pedro Malta de Jesus Veiga von der ThyssenKrupp Presta AG die Praxis vor. Pedro Malta de Jesus Veiga stellte dabei das Mobiltätsmanagement aus betrieblicher Sicht vor, inklusive konkreten Zahlen und Lösungsansätzen, wie man mehr Mitarbeiter inspirieren könnte, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. In die gleiche Kerbe schlug Brigitte Haas: «Parkplätze bedeuten einen unglaublichen Bodenverbrauch. Staus kosten eine Menge Geld. Dabei ist Erreichbarkeit das zentrale Element für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort.» Deshalb würde sich die LIHK für einen gut ausgebauten öV einsetzen, wozu auch eine S-Bahn gehöre. Nur so könne Liechtenstein auch in Zukunft mobil bleiben.

Neben all den schönen Worten sei aber angemerkt: Obwohl gestern nur Mobilitätsmanagement-Verantwortliche an der Veranstaltung teilnahmen, platzte der Parkplatz vor dem Haus aus allen Nähten.