Herausforderungen beim abgelegenen Objekt

Grabs Die Angehörigen der Feuerwehr Grabs meisterten an der Hauptübung die Bekämpfung eines «Brandes» bei einer landwirtschaftlichen Liegenschaft.

Hansruedi Rohrer
Merken
Drucken
Teilen

Am Freitagabend absolvierte die Feuerwehr Grabs ihre Hauptübung bei einem etwas abgelegenen Landwirtschaftsgebäude im Unterpüls. Dort war ein Brand im Wagenschopf ausgebrochen, so lautete die Übungsannahme. Der Einsatzübung wohnten auch Gemeindevertreter, ehemalige Feuerwehrkommandanten und weitere Gäste bei. Kommandant Daniel Koller erklärte das Vorgehen und die Herausforderungen dieser Übung, an der sich rund 70 Einsatzkräfte beteiligten. Remo Stricker war Einsatzleiter. In die Alarmstufe eingebunden waren auch zehn Samariter.

Löschwasserversorgung ist hier eher rar

Da nur zwei Hydranten zur Verfügung waren, musste eine rund 800 Meter lange Wasser-Transportleitung vom Grabserbach erstellt werden. Zu den weiteren Herausforderungen gehörten die Rettung von Menschen (in diesem Fall von drei «Verletzten») und von Tieren, wobei der Eigenschutz der Feuerwehrleute immer zu beachten war. Im weiteren wurden Umwelt und Sachwerte im Auge behalten. Das hiess zum Beispiel, angrenzende Gebäude halten.

Arbeiten wurden gewissenhaft ausgeführt

Bei dieser Hauptübung wurden alle Angehörigen der Grabser Feuerwehr eingebunden. Bei Bedarf hätten auch noch mehr Samariter aufgeboten werden können, erklärte Daniel Koller. Und bei einem Ernstfall hätte man ebenfalls die Nachbarfeuerwehren Gams und Buchs zu Hilfe gerufen. Die Liegenschaften im Unterpüls befinden sich nahe der Grenze zu Gams. Es war klar, dass diese Übung für alle fordernd war und dass die Postenarbeit gewissenhaft ausgeführt werden musste. Das meisterten die Leute der Feuerwehr Grabs zusammen mit den Samaritern aber tadellos. So sass man anschliessend gerne beim offerierten Nachtessen im Depot zusammen.

Lippuners Abschied nach 28 Jahren

Dort verabschiedete sich Gemeindepräsident Rudolf Lippuner nach 28 Jahren Gemeindepolitik definitiv von der Feuerwehr Grabs. «Es war mir eine grosse Ehre, mit den drei Kommandanten und mit euch allen während dieser Zeit zusammenzuarbeiten. Auf die Feuerwehr habe ich mich immer verlassen können.» Das Image der Feuerwehr sei nach wie vor sehr positiv. Rudolf Lippuner: «In Grabs beurteile ich den Einsatz, das Fachwissen und das Können als überdurchschnittlich. Dazu müssen wir alle Sorge tragen.» Auch die heutige praxisorientierte Hauptübung am etwas entfernter gelegenen Objekt habe den Ausbildungsstand und die Motivation äusserst positiv zum Vorschein gebracht.