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Herausfordernde Weiterbildung gemeistert

Fussball Am Samstag beginnt nicht nur die Rückrunde, es ist auch der Start zum letzten Abschnitt von Francesco Clementes Ära als Trainer beim FC Buchs. «Für mich ändert nicht viel», gibt er sich ungerührt. «Ich konzentriere mich auf das, was kommt und nicht auf das, was ab dem Sommer passieren wird.» Die tägliche Arbeit, mit Buchs den Klassenerhalt in der 2. Liga Interregional zu bewerkstelligen, füllt Clemente voll aus. Zusammen mit Assistenztrainer Andreas Hofer, sie treten gemeinsam Ende Saison zurück, will «Cecco» nochmals für einen Glanzpunkt auf der Sportanlage Rheinau sorgen. Der Fokus ist klar gelegt und auch bei den Spielern herrscht keine Kehraus-Stimmung. «Im Umgang mit den Spielern hat sich nichts geändert», weiss Clemente zu berichten. «Sie schätzen, was Andi und ich in Buchs bewegt haben und fühlen sich deshalb selber in der Pflicht, alles zu geben und den Trainern einen guten Abgang zu bescheren.»

Eine Veränderung hat allerdings stattgefunden. Clemente hat sich in seiner Funktion als Fussball-Trainer weitergebildet. Er hat nun die Uefa-A-Lizenz und ist folglich befähigt, in den höchsten Amateurligen tätig zu sein und Super-League-Nachwuchsmannschaften zu betreuen.

Nur die besten Trainer erreichen das A-Diplom

«Es ist sehr schwierig, diese Lizenz überhaupt zu erhalten», berichtet der 31-Jährige. Dies fängt damit an, dass nur eine gewisse Anzahl Teilnehmer, die besten elf aus dem deutschsprachigen Raum der Schweiz, zugelassen werden. «Schon das war ein grosser Erfolg für mich.» Das A-Diplom erhält aber nur die Hälfte der Kandidaten. «Ich bin glücklich und stolz, dass ich zu diesen 50 Prozent gehöre», so Francesco Clemente, der einen Riesenaufwand zu bewältigen hatte: Er musste 30 Ferientage hergeben und, wie er sagt, «ein Haufen Geld investieren.» Dazu kommt, dass er für diese Trainer-Lizenz jede einzelne von total 24 Prüfungen zu bestehen hatte und vier Arbeiten über je 50 Seiten verfassen musste. «Neben 100 Prozent arbeiten und Trainer sein ist das sehr viel Arbeit.» Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Clemente ist befugt, höhere Auf- gaben entgegenzunehmen als Mannschaften der 2. Liga interregional und tiefer zu betreuen. Mit seinem A-Diplom kann er als Fussballtrainer ein grosses Spektrum an Leistungsstufen abdecken und jene Tätigkeit in Angriff nehmen, die ihm zusagt.

U18-Team wäre eine reizvolle Aufgabe

Dass seine Zukunft offen sei, betont er mehrmals. Doch eine Aufgabe übt eine gewisse Anziehungskraft bei ihm aus: «Am meisten würde mich ein U18- Team reizen», verrät Clemente. Auf dem Weg zum Diplom hatte er Kontakt zu ambitionierten Auswahlen. «Die Qualität und der Wille dieser Spieler ist ganz anders als bei uns. Man kann mit den Auswahl-Teams ganz andere Trainings machen, weil die nur Fussball haben – die anderen, wie in Buchs, arbeiten halt noch.»

Für die Trainerzukunft ist Francesco Clemente also bestens gerüstet. Und dass er mit einem Team Erfolg haben kann, hat er beim FC Buchs untermauert. Wie der Trainer auf Anfrage bestätigt, wird ihm jedoch nicht die Türe eingerannt, es stapeln sich keine Anfragen auf dem Arbeitstisch. «Es ist zu früh, um auf den Sommer hin was zu besprechen», meint er. In seiner Stimme ist keine Spur von Frust zu vernehmen, dass man sich nicht um den neuen Trainer mit Uefa-A-Lizenz reisst. Clemente behagt sogar die Situation und kann sich so, ohne Hintergedanken, um seinen FC Buchs kümmern. «Nach meinem Abgang habe ich genug Zeit, um nachzudenken.»

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

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