Hartnäckige Symptome

In der Region Ostschweiz hat die Grippe den Schwellenwert überschritten. Wer krank wird, erlebt sie als hartnäckig. Aber das Werdenberg ist zurzeit weit entfernt von einer Grippewelle.

Hanspeter Thurnherr
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Im Bett liegen, Tee trinken und abwarten, bis die Grippe vorüber ist, müssen diesen Winter einige. (Bild: fotolia)

Im Bett liegen, Tee trinken und abwarten, bis die Grippe vorüber ist, müssen diesen Winter einige. (Bild: fotolia)

REGION. Die Zahl der Grippefälle in der Region Ostschweiz (Region 5) ist in der vergangenen Woche deutlich angestiegen. Dies zeigen die Daten und Grafiken des Bundesamts für Gesundheit. Die Grippeaktivität hat hier in der vergangenen Woche den Schwellenwert überschritten und erreicht aktuell den höchsten Status «weit verbreitet». Vor allem scheint die Grippe (in einigen Regionen des Kantons St. Gallen) Kindergärtler und noch häufiger Kinder unter vier Jahren zu treffen. Sie beschert damit Kinderärzten viel Arbeit.

Nur vereinzelte Kinder fehlen

Allerdings deutet einiges daraufhin, dass die Grippewelle das Werdenberg (noch) nicht erreicht hat und kaum Kinder in den Schulen krankheitshalber fehlen. «Wir haben keine Rückmeldungen aus den Kindergärten, dass viele Kinder krank wären», sagt der Grabser Schulpräsident Diego Forrer und ergänzt schmunzelnd: «Wir verlagern die Grippewelle in die kommenden Sportferien.» «Kein Thema» und «nichts Auffälliges» bezüglich Grippewelle vermelden auch die Schulen Wartau und Sevelen, wie übereinstimmend die beiden Schulleiter Roger und Hansjörg Vorburger dem W&O sagen. Und auch in Buchs seien bloss vereinzelte Kinder erkrankt, bestätigte Rektorin Marina Lazzarini.

Symptome halten länger an

«Der Notfall des Spitals Grabs verzeichnet zurzeit fünf bis sechs Grippefälle pro Tag. Das ist nicht mehr als in anderen Jahren um diese Zeit», sagt Andrea Bachmann, Leiterin Kommunikation & Marketing bei der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland. Die meisten Patienten könnten aber den Notfall gleichentags wieder verlassen. Wenn jemand im Spital aufgenommen werden müsse, seien es meist Ältere über 70. Generell sei die Grippe aber hartnäckig: Teilweise hielten die Symptome länger an. Noch könne man sich gegen die Grippe impfen. Allerdings dauere es ein bis zwei Wochen, bis die Schutzwirkung einsetze.

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