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HAAG: Den Schäfern fehlt der Nachwuchs

Vor drei Jahren waren es noch acht Schafzüchter und -züchterinnen der Schafzuchtgenossenschaft Sennwald, die ihre Schafe in Haag zur Schau stellten. Am vergangenen Samstag waren es nur noch die Hälfte.
Heidy Beyeler
Die Lieblingstiere der Züchter Hans Schegg, Christian Rutz, Maria Senn und Guido Göldi und der Sieger Beat Baumann mit seinem rund 150 Kilo schweren und erfolgreichen Bock. (Bilder: Heidy Beyeler)

Die Lieblingstiere der Züchter Hans Schegg, Christian Rutz, Maria Senn und Guido Göldi und der Sieger Beat Baumann mit seinem rund 150 Kilo schweren und erfolgreichen Bock. (Bilder: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Was die Gäste auf der Rossmahd in Haag zu sehen bekamen, waren aussergewöhnlich schöne Weisse Alpenschafe (WAS) und Texel. Anzahlmässig waren jedoch deutlich weniger Schafe auf dem Platz als beispielsweise vor zwei Jahren. Heuer waren es noch 80 Schafe, die aufgeführt wurden – davon eine schöne Anzahl Mutterschafe mit ihrem Nachwuchs. Es scheint so, dass es bei den Schafen nicht an Nachwuchs fehlt, im Gegensatz zu den Schafzüchtern. «Nur selten gibt es junge Leute, die sich für die Schafzucht begeistern lassen», meinte Daniel Egli, Genossenschaftspräsident, am Rande der Veranstaltung. Für viele sei der Aufwand – auch der bürokratische Aufwand – viel zu gross. Oft fehle es aber auch an geeigneten Ställen für die Schafe. Viele alte Ställe hätten in den vergangenen Jahren entweder durch die Bautätigkeit weichen müssen, oder seien dem Verfall ausgesetzt.

Sorgfältige Punktierung

Die beiden Experten Pius Städler und Konrad Zellweger begutachteten die Tiere nach Fundament, Körperbau und Wolle – kein leichtes Unterfangen, denn die Nuancen waren sehr gering und Details sind bei Wolle-«umgarnten» Tieren schwer auszumachen.

Anschliessend an die Punktierung konnte jeder Züchter aus den verschiedenen Kategorien die drei besten Tiere seiner Wahl stellen, die separat taxiert wurden. Danach präsentierte der Experte Pius Städler die Resultate. Er attestierte den Schafzüchtern eine gute bis hervorragende Zucht. Die Schafe seien gut im Fleisch und man könne erkennen, dass sie einen optimalen Alpsommer hatten. Anerkennend sprach er den vier Züchtern ein respektvolles Lob aus, mit den Worten «diese Schafe stellen selten gute Schafzucht dar – was nicht immer und überall der Fall ist».

Die Schafschau in Haag ist für viele Bürger, die mit der Landwirtschaft verbunden sind, auch ein gesellschaftlicher gemütlicher Anlass, bei dem man sich austauschen und dabei von der Festwirtschaft «Schöfigs mit Kraut» geniessen kann. Und zum Abschluss darf auch der «Schöflerkafi» nicht fehlen – zusammen mit selbst gebackenen Kuchen. An diesem sonnigen Samstag blieben die in grosser Anzahl erschienenen Gäste gerne etwas länger sitzen bei musikalischer Unterhaltung in Hintergrund.

Die besten Züchter

Beat Baumann aus Haag erzielte mit seinen Schafen in allen vier Kategorien Platz 1. Auf den 2. Rang schafften es Guido Göldi sowie Esther Göldi, Rüthi, mit zwei Tieren. Für den 3. Rang wurde je ein Schaf von Esther Göldi, Hans Schegg sowie Maria Senn, Oberriet, und Christian Rutz, Goldach, auserwählt.

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