Grünes Licht für Medizinstudium

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St. Gallen Der St. Galler Kantonsrat hat am Montag die Grund­lagen für eine Medizinausbildung in St. Gallen beraten. Die Mehrausgaben unterliegen dem obligatorischen Finanzreferendum. Eine Volksabstimmung ist für 2018 geplant.

Für die Ausbildung zu einem «Medical Master» arbeiten das Kantonsspital und die Universität St. Gallen zusammen und gehen eine Kooperation mit der Universität Zürich ein. Geplant ist ein gemeinsamer Abschluss, der mit einem Bachelor-Studium in Zürich beginnt und mit dem Master-Lehrgang in St. Gallen abgeschlossen wird. Mit dem neuen Angebot soll unter anderem der Ärztemangel in der Ostschweiz ausgeglichen werden. Im Herbst 2017 haben bereits die ersten 40 Studierenden in Zürich ihr Grundstudium auf dem «St. Galler Track» begonnen.

Volksabstimmung über Mehrausgaben

Das Projekt ist aber politisch noch nicht beschlossen. Dazu braucht es unter anderem eine Erweiterung des gesetzlichen Auftrags der Universität St. Gallen, die am Montag dem Kantonsrat vorgelegt wurde. Vorgesehen ist auch noch eine Volks­abstimmung.

Die Ausbildung zum «Joint Medical Master» in St. Gallen wird Mehraufgaben auslösen, die dem obligatorischen Finanzreferendum unterstehen. Während der ersten Betriebsphase von 2020 bis 2023 rechnet die Regierung mit Kosten von rund 17 Mio. Franken. Die Ausgaben für den Aufbau des Studienprogramms betragen 9,7 Mio. Franken. Daran leistet der Bund einen Beitrag von 3,6 Mio. Franken. Ab 2024 kalkuliert der Kanton noch mit zusätzlichen Ausgaben von ­jährlich 5,8 Mio. Franken. Davon könnten allerdings die Studienbeiträge abgezogen werden, die bisher jeweils nach Zürich gezahlt werden. Unter dem Strich fielen damit «betriebliche Nettomehrkosten» in der Höhe von 2,1 Mio. Franken an, rechnete die Regierung in der Botschaft vor.

Am Montag stellten sich sämtliche Fraktionen im Kantonsrat hinter die Vorlage. (sda)