Grossfusion in der Agrarchemie

Der Bayer-Konzern kauft den Saatguthersteller Monsanto. In der Branche ist der Margendruck gross. Zugleich werden neue Technologien entwickelt.

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Die grösste Übernahme durch einen deutschen Konzern ist perfekt: Bayer kauft das umstrittene US-Saatgutunternehmen Monsanto. Die beiden Konzerne haben eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet. Zuvor hatte der Leverkusener Konzern sein Angebot noch einmal leicht auf 128 Dollar je Monsanto-Aktie erhöht. Damit bewertet Bayer das US-Unternehmen mit 66 Milliarden Dollar. Noch nie zuvor hat ein deutsches Unternehmen eine so grosse Übernahme gewagt. Die Monsanto-Aktionäre müssen dem Zusammenschluss noch zustimmen. Bayer-Chef Werner Baumann sprach von einem historischen Tag. «Dieser Schritt wird die Position von Bayer als führendem Life-Science-Unternehmen in der Welt deutlich stärken.» Vereint könnten Bayer und Monsanto noch mehr dazu beitragen, die stark wachsende Weltbevölkerung auf eine ökologisch nachhaltige Weise zu ernähren. Davon würden Konsumenten, Bauern, aber auch die Aktionäre und Mitarbeiter beider Unternehmen profitieren. (dpa) 21