Grösste Bautätigkeit im Süden

Im Sarganserland-Werdenberg waren in den vergangenen Jahren die Bauinvestitionen je Einwohner höher als in allen anderen der sechs Regionen, welche die Neue Regionalpolitik (NRP) für den Kanton St. Gallen definiert.

Heini Schwendener
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Baukräne in Buchs ragen in den Himmel als Sinnbild für die rege Bautätigkeit in der Region Sarganserland-Werdenberg. (Bild: Heini Schwendener)

Baukräne in Buchs ragen in den Himmel als Sinnbild für die rege Bautätigkeit in der Region Sarganserland-Werdenberg. (Bild: Heini Schwendener)

REGION. Die südlichste der sechs NRP-Regionen, also die beiden Wahlkreise Werdenberg und Sarganserland, verzeichneten ab der Periode 2006–2008 bis 2012–2013 die regste Bautätigkeit im ganzen Kanton. Dies geht aus den statistischen Zahlen hervor, die der Kanton unter dem Titel «Regionale Disparitäten: Die Regionen der Neuen Regionalpolitik im Kanton St. Gallen» zusammengetragen hat (vgl. Kasten).

Seit 2006–2008 an der Spitze

Die Bautätigkeit wird anhand der Summe der bewilligungspflichtigen Bauinvestitionen (in Franken zu laufenden Preisen) bezogen auf den Bevölkerungsstand gemessen. Die Region Sarganserland-Werdenberg führt die Liste seit dem Zeitraum 2006–2008 an, damals mit etwa 5400 Franken je Einwohner. Dieser Wert hat sich bis auf 6500 Franken in den Jahren 2009–2011 erhöht. Auch im letzten Erhebungszeitraum, in den Jahren 2012–2013, liegt die Region Sarganserland-Werdenberg mit Bauinvestitionen von rund 5900 Franken je Einwohner noch immer an der Spitze, Allerdings haben die Regionen Zürichsee Linth, Regio St. Gallen und Wil aufgeschlossen.

Die Region Toggenburg, die lange Zeit Werte von unter 4000 Franken ausgewiesen hatte, zeichnet sich in den vergangenen zwei Jahren mit einem kräftigen Anstieg der Bauinvestitionen auf annähernd 5000 Franken je Einwohner aus. Damit wird nun annähernd das Niveau des St. Galler Rheintals erreicht.

Immer mehr Wohnungen

Die Entwicklung des Wohnungsbestandes verlief in den sechs St. Galler NRP-Regionen unterschiedlich. Den stärksten Zuwachs des Wohnungsbestandes gab es in den Jahren 2002 bis 2013 mit einem Plus von 24 Prozent wiederum in unserer Region Sarganserland-Werdenberg.

Mit Blick auf die vergangenen Jahre sei zu konstatieren, dass sich die Zunahme des Wohnungsbestandes ab dem Jahr 2010 in allen sechs Regionen beschleunigte, heisst es in der Studie. Besonders deutlich war die Zunahme in den Regionen Sarganserland-Werdenberg, St. Galler Rheintal und Wil. So kamen beispielsweise in der Region Sarganserland-Werdenberg ab 2011 jedes Jahr zwischen zwei und drei Prozent des Wohnungsbestandes des Jahres 2002 neu hinzu. Diese Wohnbautätigkeit hängt natürlich auch zusammen mit der Bevölkerungsentwicklung und dem internationalen Wanderungssaldo. Letzteres war in den vergangenen Jahren in der Region Sarganserland-Werdenberg höher als in allen anderen Regionen (vgl. Zweittext).

Die Region Sarganserland-Werdenberg verzeichnete denn auch beim Mietzinsniveau mit 28 Prozent den grössten Anstieg zwischen 2000 und 2010–2012.

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