Grenzen in Köpfen und am Rhein abbauen

Der Rhein trennt. Nicht nur er. Auch die fehlende Autobahnverbindung über die Grenze nach Vorarlberg erschwert die Zusammenarbeit. Darauf hat gestern morgen eine Arbeitsgemeinschaft von Schweizer, Vorarlberger und Liechtensteiner Unternehmern mit einer Nacht-und-Nebel-Aktion aufmerksam gemacht.

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Der Rhein trennt. Nicht nur er. Auch die fehlende Autobahnverbindung über die Grenze nach Vorarlberg erschwert die Zusammenarbeit. Darauf hat gestern morgen eine Arbeitsgemeinschaft von Schweizer, Vorarlberger und Liechtensteiner Unternehmern mit einer Nacht-und-Nebel-Aktion aufmerksam gemacht. Sie montierte an der Autobahneinfahrt St. Margrethen ein Plakat «50 Jahre sind genug – wir wollen die Verbindung CH–A». Die Idee einer grenzüberschreitenden Autobahnverbindung vom Schweizer ins Vorarlberger Rheintal ist bislang an verschiedensten Widerständen gescheitert. Nun müsse deren Realisierung endlich «Fahrt aufnehmen», sagen Mathias Burtscher, Industriellenvereinigung Vorarlberg, und Reinhard Frei, Freicom AG. Die beiden gehören der grenzüberschreitenden Arbeitsgemeinschaft an, deren Ziel es ist, «Grenzen in den Köpfen und am Rhein» abzubauen. Die Gruppe hat gestern auch die National- und Ständeräte angeschrieben – und postwendend habe der Freisinnige Walter Müller reagiert, sagt Frei.

Nationalrat Walter Müller aus Azmoos hatte selber erst Ende September eine Anfrage an den Bundesrat gerichtet. Er möchte erfahren, was der Bundesrat konkret für die Autobahnverbindung im Rheintal zwischen der Schweiz und Österreich unternommen hat. Müllers Anfrage kommt nicht von ungefähr; National- und Ständerat hatten bereits vor längerem eine Motion von ihm zur Verbindung der Rheintalautobahnen angenommen.

Die Unternehmergruppe will auch künftig mit Projekten und Aktionen auf Chancen und Probleme der Dreiländerregion hinweisen. Sie wird von den Arbeitgeberorganisationen beidseits des Rheins unterstützt. (rw)