Graffito, Schnabelschuhe und ein Wolfsnetz

Im Rahmen des ersten landesweiten Schlössertages war am letzten Wochenende Schloss Spiez zu Gast auf Schloss Werdenberg.

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Den Austausch zweier Institutionen zelebriert: Erster Schlössertag auf Schloss Werdenberg. (Bild: PD)

Den Austausch zweier Institutionen zelebriert: Erster Schlössertag auf Schloss Werdenberg. (Bild: PD)

Im Rahmen des ersten Schweizer Schlössertages gab es auf Schloss Werdenberg am Sonntag gleich zwei Schlösser auf einen Streich zu erleben: Zu Gast war Schloss Spiez, gelegen am Thunersee, dessen Museumsleiterin Barbara Egli den Besucherinnen und Besuchern anhand von fünf in Werdenberg «versteckten» Spiezer Ausstellungsstücken ihr Schloss in einer unterhaltsamen Führung näherbrachte.

Gleiches taten der Werdenberger Museumsleiter Thomas Gnägi und Mittelalterexpertin Maja Suenderhauf im Schloss Spiez.

Den abwechslungsreichen Alltag dokumentiert

Bei einem vergnüglichen Rundgang durchs Schloss Werdenberg entlang der fünf Spiezer Gast-Gegenstände – einer über 20 Kilogramm schweren Gipsplatte mit einem Graffito aus dem 13. Jahrhundert, das einen Ritter in voller Rüstung zeigt, kurios anmutenden Schnabelschuhen aus dem 15. Jahrhundert, einem Frisierset von Schlossherr Franz Ludwig von Erlach aus dem 17. Jahrhundert und einem riesigen Netz, gebraucht zur Wolfsjagd – schilderte Museumsleiterin Barbara Egli den abwechslungsreichen Alltag und das Leben der Spiezer Herrschaft. Ausgetauscht wurden an diesem Sonntag aber nicht nur Gegenstände und Museumsleiter, sondern auch die Motive von zwei Guckis: Einen Tag lang zeigte der Gucki im Werdenberger Schlosshof nicht den Blick über das mittelalterliche Rheintal, sondern über den barocken Schlosssaal von Spiez – und vice versa. (pd)