GRABS/WANGS/NAIROBI: Warmes Wasser und Krankenkasse

Der Strom und das warme Wasser fliessen. Das und mehr konnten die Geschwister Schumacher beim vergangenen Besuch im Kinderheim St. Pauls in Nairobi feststellen.

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Kinder im Heim mit den Besuchern aus der Schweiz, im Hintergrund die neue Solaranlage. (Bilder: PD)

Kinder im Heim mit den Besuchern aus der Schweiz, im Hintergrund die neue Solaranlage. (Bilder: PD)

«Die Investition in die Solar­anlage hat sich gelohnt», sagt Linus Schumacher aus Grabs. Im Juli besuchten er und sein Bruder Albin Schumacher aus Wangs das Kinderheim in Nairobi sowie die heimeigene Farm. Dabei wurden wichtige Gespräche geführt und Dinge, welche nicht fertig erstellt waren in Auftrag gegeben. Regelmässige Kontrollen für die zweckmässige Verwendung der Spenden in Afrika sind Gold wert, schreiben die Gebrüder Schumacher in ihrer Mitteilung. So konnten sie zum Beispiel einen Elektriker verpflichten, seine Arbeit nochmals und so sauber zu machen wie sein Kollege, der die Solaranlage installiert hat. Nachher konnte er mit Stolz selber sagen: «Das schaut aus, wie in der Schweiz gemacht.»

Mit Warmwasser duschen

Die Farm mit der neuen Bewässerung floriert. Es ist genügend Wasser, welches aus 200 Meter Tiefe gebohrt wird, vorhanden, wie weiter in der Mitteilung steht. Mit Tropfenbewässerung wird das gesamte Gelände, das ungefähr zwei Fussballfelder gross ist, bewässert. Albin Schumacher pflichtet bei und erklärt, dass die nahe Landwirtschaftsschule nun einen genauen Bepflanzungsplan erstellt und die Arbeiter berät, wie sie welche Gemüse wann anbauen sollen. Dann können diese zu einem guten Preis im Dorf auf dem Markt verkauft werden. Dies gibt eine zusätzliche Basis für mehr finanzielle Selbstständigkeit des Kinderheimes. Die Kinder freuen sich auch, auf der Farm arbeiten zu können. Auch in Nairobi, auf 1600 Meter Höhe, ist es im Winter kalt. Gerade während dieser Zeit ist es äusserst angenehm, mit warmem Wasser zu duschen. Dank des Solarstroms klappt das jetzt problemlos. Die Kinder freuen sich. Vorher hatten die Kinder kein warmes Wasser zur Verfügung. Aus dem Samburu­land im Norden Kenias hat die Polizei mehrere Kinder ins Heim gebracht. Leider sprechen diese weder Swahili noch Englisch, weil sie bisher keine Schule besucht haben. Nun können sie die Schule des Heims besuchen. Eine 14- und eine 15-Jährige haben in der Zwischenzeit gesunde ­Babys im Heim auf die Welt gebracht. Die Gebrüder Schumacher wünschen diesen ein gutes und glückliches Leben, das dank den vielen grossen und kleinen Spenden ermöglicht werden soll. «Wir konnten eine einfache Krankenversiche­rung für ungefähr 60 Franken pro Monat für alle 40 Kinder abschliessen. Arzt oder Spitalbesuche sind im Voraus zu bezahlen, ohne Krankenkasse müssen 100 US-Dollar aufgebracht werden. Man stelle sich das bei uns vor», sagt Albin Schumacher.

Administrative Kosten gibt es beim Hilfswerk der Geschwister Schumacher keine. Die Besuche und alle Administrativkosten werden von Schumachers persönlich bezahlt. Alles gespendete Geld kommt direkt dem Heim zugute, steht in der Mitteilung. (pd)