GRABS/SAXERRIET: Rekord: 46 Storchenpaare brüten im Rheintal

Die aktuellen Storchenkolonien im Werdenberg und Rheintal weisen eine Rekordzahl von 46 Brutpaaren auf. Über 20 davon brüten im Werdenberg, eines neu im Grabser Riet.

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Auf dem Gelände des Saxerriets finden die Storchenpaare ideale Bedingungen vor. (Bild: Thomas Schwizer)

Auf dem Gelände des Saxerriets finden die Storchenpaare ideale Bedingungen vor. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Freude bei «Storchenvater» Reto Zingg, er wirkt auch als Präsident des Vereins Rheintaler Storch, ist gross. Vor einigen Jahren haben Freiwillige im Grabser Riet drei Masten als Brutstätte für Störche vorbereitet. Nach einem Sommer, in dem ein Storchenpaar hier genistet hat, blieben diese drei Brutplätze wieder verwaist. Doch in diesem Frühjahr ist einer dieser drei Brutplätze besetzt, und hier sollte es Nachwuchs geben, wie genaue Beobachtungen der Storchenfreunde zeigen.

Doch dieses Storchenpaar ist bei weitem nicht das einzige, das sich offensichtlich in der Region Werdenberg wohlfühlt. Über 20 Paare haben sich hier, von Grabs nordwärts, nach ihrer frühen Rückkehr aus dem Süden eingefunden, um zu brüten. Im gesamten Rheintal zwischen Grabs und Thal sind insgesamt 46 Brutpaare gezählt worden. Hinzu kommen noch rund zwölf weitere, welche ennet dem Rhein im Fürstentum Liechtenstein für Storchennachwuchs sorgen.

Besonders erfreulich ist für Reto Zingg auch, dass einige Storchenpaare nicht einfach die für sie bereitgestellten Horste nutzen. Immer mehr von ihnen bauen auf Bäumen von Grund auf ihren Horst eigenständig auf. In diesem Frühjahr haben sich gar zwei Paare auf dem selben Baum ihren Nistplatz eingerichtet. Generell bezeichnet der Storchen-Fachmann die Entwicklung der Storchenkolonien im Rheintal als Erfolgsgeschichte. Jahr für Jahr lassen sich hier mehr Storchenpaare nieder. Einerseits führt er dies auf die wichtige Arbeit der Freiwilligen zurück. Sie errichten, unterhalten und reinigen die Nistplätze. Andererseits lobt Zingg auch die Anstrengungen von Naturschutzvereinen und der Landwirtschaft, vor allem für Vernetzungsmassnahmen und die Aufwertung des Lebensraums.3

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch