GRABS/REGION: Banane zum Znüni verboten

Im Schulhaus Feld findet jeden Mittwoch ein Pausenkiosk statt. Dabei steht der gesunde Znüni im Zentrum. Auch im Kindergarten ist der Znüni ein wichtiges Thema.

Katharina Rutz
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Die Schülerinnen präsentieren den gesunden Znüni für den Pausenkiosk in Grabs (Bild: Katharina Rutz)

Die Schülerinnen präsentieren den gesunden Znüni für den Pausenkiosk in Grabs (Bild: Katharina Rutz)

Der Duft nach frischen Brötchen und Äpfeln lässt das Wasser im Munde zusammenlaufen. Die letzten Vorbereitungen für den Pausenkiosk laufen gerade wie ­jeden Mittwoch im Grabser Schulhaus Feld. An diesem Mittwoch gibt es Apfelmus­joghurt mit ­frischen Brötchen. Eine Schulklasse bereitet die gesunde Pausen­verpflegung jeweils vor und verkauft sie an die anderen Schülerinnen und Schüler.

Auch Fruchtspiessli oder Gemüsesticks sind beispielsweise auf dem Menuplan des Pausenkiosks und an Weihnachten Spitzbuben. Eine Ausnahme darf sein. Bei der Planung, dem Einkauf und der Herstellung beteiligen sich immer auch einige Eltern.

«Rüebliflöten» schnitzen ist immer noch in

Dieses Beispiel hat Vorbild­charakter. Allerdings ist das Thema an allen befragten Werdenberger und Obertoggenburger Schulen wichtig. Alle Schulleiter geben an, dass vor allem im Kinder­garten die Eltern und Kinder für einen gesunden Znüni sensibilisiert werden.

«Ich achte jeweils darauf, dass wir den Znüni vor der Pause, welche die Kinder dann häufig auch im Freien verbringen, gemeinsam essen», erzählt Denise Schlumpf, Kindergärtnerin aus Grabs. Aus Äpfeln oder Karotten schnitzt sie Tiere, Kronen oder Flöten. «Die Kinder schätzen dies auch heute noch sehr.» Zudem ist die Kindergärtnerin behilflich, wenn eine Packung geöffnet werden muss. Beim Znüni-Essen in der gemeinsamen Runde hat sie den Überblick, dass auch alle Kinder wirklich etwas essen. «Die Blockzeiten führen dazu, dass wir jede Pause nach Möglichkeit im Freien verbringen. ­Essen die Kinder aber auch ih­ren Znüni draussen, fallen die ­Schnitzereien weg und es ist schwerer zu kontrollieren, wer was isst.»

Das Thema Znüni ist fester Bestandteil der Elternabende am Kindergarten. Viele Kindergärtnerinnen stellen Regeln zur Pausenverpflegung auf. Diese fallen aber gemäss Denise Schlumpf unterschiedlich aus. «Es gibt ­Kindergärtnerinnen, die wollen keine Pommes, Chips oder Süsses, andere auch keinen Zwieback und keine Bananen, weil auch da viel Zucker drin ist», erklärt sie. Die meisten Eltern würden sich gut an die Regeln halten. Ungesunde Znünis sind selten in den «Kindsgi-Täschli».