Grabser Landfrauen in Ittingen

Kürzlich durften die Grabser Landfrauen an einem sonnigen und warmen Frühlingstag ihre Reise nach Ittingen antreten. 34 Frauen hatten sich den Tag freigehalten.

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Die Landfrauen Grabs erlebten auf ihrer Reise die schöne Natur. (Bild: pd)

Die Landfrauen Grabs erlebten auf ihrer Reise die schöne Natur. (Bild: pd)

Kürzlich durften die Grabser Landfrauen an einem sonnigen und warmen Frühlingstag ihre Reise nach Ittingen antreten. 34 Frauen hatten sich den Tag freigehalten.

Der Car füllte sich allmählich. Kurzer Appell, eine Frau zu viel, besser als zu wenig, und schon konnte die Reise beginnen. Zuerst fuhren sie noch durch das bekannte Toggenburg. In Bazenheid war der erste Halt angesagt, und die Landfrauen freuten sich auf einen gemütlichen Kaffeestop mit Gipfeli.

Weiter ging die Fahrt über Wil nach Frauenfeld, vorbei am bekannten Zoo bis nach Ittingen, dort besuchten sie die Kartause. Viele Frauen genossen das Frühlingswetter und schlugen den Weg in die verschiedenen Gärten ein. Im Lauf der Zeit ist in Ittingen eine eindrückliche Gartenanlage entstanden, in der sich Rebberge, Hopfen- und Gemüsegärten mit der Blütenpracht von Rosen- und Blumengärten zu einem einzigartigen Ganzen verbinden.

Zu dieser Jahreszeit beginnt natürlich erst alles zu spriessen, doch es lässt schon erahnen, wie schön sich die verschiedenen Gärten einmal präsentieren werden.

Einige Frauen waren unterwegs zu dem vor kurzem neu erweiterten Freilaufstall für die etwa 50 Milchkühe des Landwirtschaftsbetriebes, dessen guter Viehbestand weitherum bekannt ist. Wie zu Mönchs Zeiten wird die Milch in der eigenen Käserei weiterverarbeitet, auch die Schweine werden mit der eigenen Schotte von der Käserei und Kolbenmais vom Acker gemästet. Überall sind die Spuren der Mönche noch zu sehen und zu spüren. Die kleinen Häuschen mit den angrenzenden Gärten sind allerliebst anzusehen.

Fast zu schnell vergingen die Stunden, doch für einen kurzen Besuch im hofeigenen Laden musste noch Zeit sein, um sich mit feinen Köstlichkeiten für die Liebsten zu Hause einzudecken. Danach ging die Fahrt weiter über Berg zum Restaurant Stelzenhof hoch über Weinfelden. Nach einem feinen Mittagessen ging die Fahrt weiter über Bischofszell nach Mörschwil auf die Straussenfarm der Familie Eberle. Der Jungbauer referierte gekonnt über seinen Hof und die verschiedene Tierrassen. Die circa 150 Strausse auf dem Hof bilden den Hauptbetriebszweig. Die Strausse werden auf dem Betrieb herangezüchtet und gemästet, bis sie nach rund einem Jahr schlachtreif sind.

So viele Tiere, Kälber, Rinder, Straussen, Truten und schon bald noch Lämmer in dieser Grössenordnung artgerecht zu betreuen, ist sicher eine riesige Herausforderung. Dazu bewirtet die Familie Eberle ihre Gäste in einem Partyraum, der in den letzten Jahren auch zu einer Haupteinnahmequelle geworden ist. Wirtschaftlichkeit und Rendite werden gross geschrieben, und die Arbeit muss mit wenig Personal bewältigt werden können, das ist das Ziel des unkonventionellen Jungbauern.

Zum Schluss des Rundgangs konnten die Grabser Landfrauen vom Straussen- und Trutenfleisch degustieren, bei dem sie gerne herzhaft zulangten. Mit vielen verschiedenen Eindrücken traten sie die Heimfahrt an und erreichten schon am frühen Abend ihr Ziel. (pd)

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