GRABS: Zweiter Platz für Nadya

Nadia Maria Endrizzi erreichte bei der Ausscheidungsshow zum Eurovision Song Contest den zweiten Platz hinter den klaren Favoriten Timebelle. Die Grabser Sängerin zeigt sich damit zufrieden. Nun konzentriert sie sich auf ihr erstes Album.

Katharina Rutz
Drucken
Teilen
Nadia Maria Endrizzi erreichte mit ihrem Song «The Fire in the Sky» den zweiten Platz. (Bild: Siggi Bucher/KEY)

Nadia Maria Endrizzi erreichte mit ihrem Song «The Fire in the Sky» den zweiten Platz. (Bild: Siggi Bucher/KEY)

Katharina Rutz

Die Entscheidung war klar. Fast die Hälfte der Fernsehzuschauer stimmte am Sonntagabend für die Band Timebelle rund um die rumänische Sängerin Miruna. Mit ihrem Lied «Appollo» werden sie die Schweiz am Euro­vision Song Contest (ESC) im Halbfinal am 11. Mai in der Ukraine vertreten.

Das hätte auch gerne die Grabserin Nadia Maria Endrizzi – mit Künstlername Nadya – getan. Vor allem, da ihre Mutter halb Ukrainerin ist. Doch leider schaffte sie es im Televoting «nur» auf den zweiten Platz. Sie erreichte knapp 20 Prozent der Stimmen. Dieses Jahr entschieden allein die Stimmen des Fernsehpublikums über den Sieg.

Die Favoriten haben gesiegt

Trotz des zweiten Platzes fühlt sich Nadia Maria Endrizzi als Siegerin. «Mein Ziel war es, einen magischen Moment mit dem Publikum zu kreieren und dieses drei Minuten lang glücklich zu machen», sagt sie. Und das ist ihr gelungen. «Deshalb habe ich schon gewonnen», so die 23-jährige Sängerin aus Grabs. Timebelle habe schon von Anfang an als Favorit gegolten. «Sie haben sehr viel Zeit investiert, einen guten Auftritt gehabt und ich gönne ihnen den Sieg», sagt Endrizzi. «Die Stimmung unter den Kandidaten war sehr gut. Der Auftritt hat mir mega Spass gemacht, und es war ein schöner Abend», so ihre Bilanz. Die Teilnahme an der Ausscheidung für den ESC verdankt sie ihrem ersten Fernsehauftritt in der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente», an der sie Siebte wurde. Nach der Show war der Produzent Ricardo Sanz auf sie zugekommen und hatte zu ihr gesagt: «Ich hätte ein Lied für Dich, das perfekt zu Deiner Stimme passt.» Das war vor rund acht Monaten. «Ein Fernsehauftritt fördert die Bekanntheit immer und die Ausscheidung für den Eurovision Song Contest ist sicher nicht das Ende, sondern der Anfang», ist sie überzeugt.

Das Débutalbum ist in ­Produktion

So steckt die Musikstudentin mittendrin in der Produktion ihres ersten Albums. «Wir sind mitten in den Aufnahmen. Die meisten Lieder sind von mir für mich ­geschrieben», so Nadia Maria Endrizzi. «Die Arbeit am Album macht mir grossen Spass. Es ist das, was ich machen will», sagt sie und ergänzt, dass sie ihre Karriere nun ohne die Teilnahme an Castingshows und Wettbewerben weiterverfolgen wolle. Wann ihr Débutalbum veröffentlicht wird, ist noch nicht klar, es ist aber wahrscheinlich, dass man noch dieses Jahr wieder etwas von der Grabser Sängerin hören wird.

Daneben bleibt der Abschluss ihres Studiums an der Hochschule für Musik in Basel ihr wichtigstes Ziel. Danach steht ihrer Musikkarriere wohl nichts mehr im Wege, zumal sie schon jetzt von ihrer Musik leben könnte, wie sie auf Anfrage sagt.