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GRABS: Zum Jubiläum eine spezielle Ausstellung

30 Jahre künstlerisch tätig zu sein und kürzlich den 80. Geburtstag gefeiert zu haben: Das ist für den ehemaligen Grabser Schulratspräsidenten Hans Lippuner Grund genug, seine Malerei der Öffentlichkeit zu zeigen. Er lädt dazu ins Tätschdachhaus ein.
Reto Neurauter
Eine grosse Retrospektive über sein 30-jähriges künstlerisches Schaffen (im Bild aus den Jahren 2008 bis 2017) zeigt der Grabser Hans Lippuner im Tätschdachhaus.

Eine grosse Retrospektive über sein 30-jähriges künstlerisches Schaffen (im Bild aus den Jahren 2008 bis 2017) zeigt der Grabser Hans Lippuner im Tätschdachhaus.

Reto Neurauter

redaktion@wundo.ch

Das Jubiläumsjahr begann für ihn schon sehr gut: Am Neujahrsempfang der Gemeinde durfte er den zum ersten Mal verliehenen Grabser Kulturpreis entgegennehmen. Den Geburtstag (17. Juli) feierte die ganze Familie dann in der Toscana (dort, wo die Farben so speziell sind).

Und zu guter Letzt findet nun seine Geburtstagsausstellung im historischen Tätschdachhaus statt. «Es ist eine Reise in Lippuners Kunst der letzten 30 Jahre», wie Tochter Sabine zur Eröffnung betonte.

«Das, was an der Wand hängt, ist Kunst. Basta.»

Und es ist wahrlich sogar eine spannende Reise, den verschiedenen Malstilen und Techniken nachzuspüren. Es sei seiner Neugier geschuldet, dass er immer wieder Neues ausprobiert habe. «Manchmal hat’s funktioniert, manchmal halt nicht», blickt Lippuner zurück.

Seit 30 Jahren male er, und seit 30 Jahren frage er sich, «ob das, was ich tue, Kunst ist.» Wenn dem so wäre, wäre er eben ein Künstler. Aber sei er das? Kunst wäre wohl eher das, was die grossen Kunsthäuser und die Kunstkritiker als solche betiteln. Nun aber habe er für sich die Definition gefunden, als Künstler dazustehen: «Ich sage: Was an der Wand hängt, ist Kunst, basta.»

Dabei war es schon in der Schule so, dass er gerne gezeichnet hat. Und stolz ist er darauf, dass er an der Kantonsschule St. Gallen mit Prof. Charles A. Egli den gleichen Zeichnungslehrer hatte wie der letzte chinesische Kaiser . Aber erst als er so 50 Jahre alt geworden sei, lernte er beim Kollegen Haya Rhyner in der Schule Buchs das Zeichnen.

Bilderverkauf für Médecins Sans Frontières

Da habe es ihn so richtig ­gepackt. In Kursen machte sich Hans ­Lippuner immer wieder mit neuen Techniken vertraut. «Diese wendete ich dann in freier Art in meinen neuen Arbeiten an», erklärt er.

Es entstanden Radierungen, Aquatinta, Monotypien oder Linol- und Holzdrucke, und Papiercollagen dienten ihm oft als Studien für Abstraktionsverfahren bei Landschaftsbildern in Acryl. Dabei freut er sich auch immer wieder auf den Austausch mit der Malgruppe 90, die sich regelmässig im Zentrum Resch in Schaan trifft. Ums Geldverdienen sei es ihm nie gegangen. Er habe sich einfach gesagt: «Male ruhig drauflos, die Kunst nimmt deswegen nicht eine neue Richtung.» Darum wohl sei es ihm dabei nie langweilig geworden. Und um eines sei er heute noch froh, stellte Hans Lippuner fest: Dass seine Frau Hanna seine beste Kritikerin geblieben ist. Die in geschlossenem Rahmen abgehaltene Vernissage im Grabser Tätschdachhaus am Samstag wurde von der Cellistin Judith Susana (Zwischenwasser, Vorarlberg) umrahmt. Sie spielte Werke aus drei Jahrhunderten und widerspiegelte so auch musikalisch die künstlerische Vielseitigkeit des «Geburtstagskindes».

Ein grosser Teil der Bilder dieser Ausstellung ist käuflich. Der Erlös geht an die Organisation Médecins Sans Frontières. Dies gilt auch für die Bilder in den aufgelegten Mappen, bei denen man den Preis aber selber bestimmen kann.

Die Ausstellung im Tätsch­dachhaus in Grabs ist noch bis am kommenden Wochenende, 19. und 20. August, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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